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{Working mum} Vollzeit arbeiten

Mein Praktikum geht jeetzt in die 9. Woche, am Samstag ist Halbzeit und ich dachte es ist mal wieder an der Zeit für ein kleines Update.
Die letzten Wochen waren wirklich hart und daher fällt mein zweites Resümee nicht so positiv aus wie das erste.
Die Arbeit an sich macht noch Spaß, es ist das drum rum was mich gerade sehr viel Karft kostet.
Nils und ich geraten gerade regelmäßig aneinander, was vor allem daran liegt, das wir beide kaum mehr Zeit für uns alleine haben, geschweige denn als Paar. Es fehlt mir gerade unglaublich einfach mal in Ruhe auf der Couch zu liegen, ein Buch zu lesen oder stundenlang zu baden, oder auch in die Bibliothek zu gehen oder alleine eine Runde shoppen. Aber dafür ist keine Zeit mehr. Morgens bin ich froh wenn ich noch eine halbe Stunde mit Martha habe bevor ich los muss und Abends wartet meistens noch Papierkram, Bestellungen bearbeiten und verschicken, Rechnungen schreiben, Mails beantworten und Wohnungsangebote checken. Dann ist 21 Uhr, mir fallen die Augen fast zu, aber vor meinem inneren Auge schwebt nur die nie endende To-do-Liste und so arbeite ich noch bis 22 Uhr weiter, in der Hoffnung irgendwann doch ans Ende der Liste zu kommen. Dann bin ich so müde, das ich sofort im Bett einschlafe.
An den Wochenenden steht Martha dann eindeutig an erster Stelle, war erledigt werden muss versuche ich in ihre Schläfchen zu verschieben oder mit ihr zu machen, aber auch hier wieder: keine Zeit für mich.
So sehr mir die Arbeit gefällt, momentan wünsche ich mir einfach das die letzten Wochen ganz schnell umgehen.
Es ist toll auch neben der Familie einen Job zu haben der einem Spaß macht und einen erfüllt, aber für mich steht fest: Ich möchte in den nächsten Jahren nicht mehr in Vollzeit arbeiten, nicht mit einem Kleinkind wie jetzt, aber auch nicht mit einem Kindergartenkind.
Es sind nicht die großen "Meilensteine" die ich verpasse, die dann schmerzen, es sind die kleinen Alltagsmomente bei denen ich nicht dabei sein kann, die Ausflüge in den Zoo, die Stunden auf dem Spielplatz, die Spaziergänge. Wenn ich auf der Arbeit Bilder bekomme und mein strahlendes Mäuschen auf der Rutsche oder sonst wo sehe, könnte ich heulen.

Ich vermisse sie schrecklich, jeden Tag und dann denke ich mir warum ich das überhaupt mache....
.....An dieser Stelle höre ich besser auf. Ich würde gerne noch so viel mehr schreiben, euch mein Herz ausschütten, aber ich glaube das wäre nicht gut :(

Kommentare:

  1. Ach du Arme. Ich habe nur 20 Stunden gearbeitet und auch erst als der Junior 2 war. Nun
    Richtig gut ging es mir damit nicht. Es hilft zu wissen, dass es dem Kind gut geht und es sich entwickelt. Zum Guten natürlich. Dass das, was trauert das Mutterherz ist, was einfach nur dabei sein will... Diese Zeit war eine kleine Vorbereitung auf die zweite Schwangerschaft. Leider fiel ich da wegen Übelkeit fast völlig für den Junior aus... danach wurde es besser.
    Dir kann ich leider nichts raten. Außer durchzuhalten. Bildung holt man nämlich nicht so einfach nach. Ganz ehrlich. Ich habe einen Heidenrespekt vor deiner Leistung. 9 Wochen sind doch noch überschaubar. Alles Gute für die Zeit. Halbzeit ist doch schon geschafft.

    Liebe Grüße, Pauline

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  2. Liebe Svenja. Ich kann dich sehr gut verstehen, bei vivi bin ich ich wieder arbeiten geganfen, als sie 1 Jahr alt war. Angefangen mit über 30 Stunden, habe ich auf 25 Stunden reduziert. So war ich mittags um 14 uhr Zuhause, für uns beide optimal. Noah geht imAugust in die Kita in eie Nestgruppe und ich habe mich dafür entschieden, erstmal nur 15 Stunden arbeiten zu gehen auf drei Tage verteilt..ich bin sehr froh das wir das so machen können.
    Es wird wieder besser du weißt ja wofür du das durchziehst.
    Liebste grüße Steffi

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  3. ich auch :( es ist so schlimm. lässt sich aber heutzutage nicht vereinbaren. man braucht ja das geld.

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  4. Wow, ehrliche Worte & ich kann dich verstehen. Vollzeit arbeiten kann ich mir mit Kind nicht vorstellen, erst nach der Grundschulzeit wahrscheinlich. Ich wünsche dir, dass die Zeit eilt & du ganz bald wieder Alltagsmomente mit Martha hast, Zeit für dich und Paarzeit! Alles Gute!

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  5. ach herjee du arme. wie schrecklich.
    ich wünsche dir viel kraft für die zweite hälfte deines praktikums.
    liebst, mathilda

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