Startseite Über Tutorials Freunde Webshop

Jahr 1: Wunsch und Realität

In letzter Zeit haben sich ein paar Fragen von euch angesammelt, bezüglich unseres ersten Jahres als Familie. Als kleinen Geburtstag-Countdown, werde ich euch in den nächsten Wochen ein Resümee des ersten Jahres geben und hoffen, dass ich somit eure Fragen beantworten kann.

Heute geht es darum, ob das erste Jahr mit Kind so verlaufen ist, wie wir es erwartet hatten und ob es auch Prinzipien gab, die wir über den Haufen warfen.

Um es gleich vorweg zu nehmen. JA und JA, wir haben letztendlich so einiges anders gemacht, als wir uns das früher dachten, aber trotzdem ist es so verlaufen wie wir es uns gewünscht hat, nämlich glücklich.
Ein Beispiel für Prinzipien die über den Haufen geworfen worden: das leidige Thema Schnuller. Vor der Geburt war ich ein vehementer Gegner von Nuckeln aller Art, aber nach 2 Wochen hatte Martha dann doch einen. Zwischendrin hatte ich oft den Gedanken ihn einfach "verschwinden" zu lassen, es hat mit Sicherheit Zeiten gegeben, in denen es Martha nicht gestört hatte, aber ganz ehrlich? Ich wollte es mir nicht selbst schwerer machen, als es manchmal ist. Gerade im Tragetuch empfinde ich den Schnuller als sehr praktisch. Wenn Martha richtig weint kann man sie natürlich nicht damit beruhigen, aber es hilft manchmal das meckern ein paar Minuten zu unterdrücken, bis das Essen fertig ist, man angezogen ist, oder die volle Bahn verlassen hat...
Wo wir gerade beim Essen sind, ein weiteres Beispiel, das Essen. Ganz lange kam für mich nur Baby led weaning in Frage, von Brei wollte ich nichts wissen, aber als es dann soweit war, fühlte es sich nicht richtig an, ich hatte ein ungutes Gefühl und Martha kam auch noch nicht mit den Stückchen zurecht. Ok, dann also doch wohl oder übel Brei, aber wenn schon, dann wenigstens selbstgemacht. *hust* Nunja, Theorie und Praxis mal wieder...da Martha mittags von Anfang an bei uns mit gegessen hat, gibt es eh nur Obstbrei und mir war es immer viel zu viel Arbeit den selbst zu kochen, so müssen da leider doch die Gläschen herhalten. Mittlerweile gibt es hier aber immer mehr Fingerfood, alles zu seiner Zeit :)

Ich glaube das waren auch schon die Punkte, die am meisten gegen unsere Prinzipien gingen.
Ansonsten verlief einfach vieles anders, als ich mir das damals vorgestellt hatte. Zum Beispiel dachte ich immer, dass Martha, wenn sie nach dem ersten halben Jahr nicht mehr nachts gestillt werden will (*lautes Gelächter*), dann in meine alte Wiege umziehen kann....die Wiege steht mittlerweile wieder in meinem alten Kinderzimmer und ich bin mir sehr sicher, dass Martha nachts noch lange bei uns schlafen wird, und wir finden das auch richtig schön so.
Allgemein haben wir uns vieles leichter vorgestellt. Wer konnte schon ahnen, dass Martha das Auto fahren so hassen wird, wo es doch die meisten Babys lieben.
Mit anderen Sachen hingegen kamen wir besser zurecht als vorher geglaubt.

Aber insgesamt blicke ich rundum zufrieden auf das letzte Jahr zurück. Ich bin schon ein wenig stolz auf uns, dass wir es so gut gemeistert haben, uns von niemandem haben reinreden lassen und immer auf unser Bauchgefühl vertraut haben. Ich kann mich an keine Situation erinnern, in der ich rückblickend anders gehandelt hätte, von meinen persönlichen Schwächen mal abgesehen.
Ich hoffe es gelingt uns auch weiterhin auf unsere Herzen zu hören und unseren eigenen Weg als Familie zu gehen.

Kommentare:

  1. *tränchenausdenaugenwisch*
    So schön geschrieben. Und zum letzten Satz - ich bin fest davon überzeugt, dass euch das gelingt.

    AntwortenLöschen
  2. ich freu mich das es bei euch so gut gelaufen ist

    AntwortenLöschen
  3. Ein schöner Text. Ich mag es sehr, dass hier immer wieder durchklingt, das eben nicht alles perfekt ist. Du berichtest über Babykotze auf den Klamotten und dann eben hier, dass man nicht unbedingt all seine Ziele verfolgen kann. Und das ist ja auch so, und gar nicht weiter schlimm. Es waren ja nur eigene Vorstellungen, die ja eurem Kind nun nicht schaden, wenn ihr sie ändert. Die Realität macht dann aus den Zielen manchmal etwas anderes.
    Ich freue mich auf die nächsten Beiträge!

    AntwortenLöschen
  4. Du /ihr seid toll. Und ja man nimmt sich immer etwas vor, doch die Realität mit Kind sieht meistens anders aus. Den wirklich planen kann man nicht, kommt es doch eh wieder anders und das ist auch gut so. Wofür haben wir denn schließlich unser bauchgefühl?!? Lg steffi

    AntwortenLöschen
  5. sehr schön geschrieben!
    Und ich wünsche euch, dass es weiterhin so klappt und ihr sehr glücklich zusammen seid! :)

    AntwortenLöschen
  6. Das ist so schön. Du strahlst in den Worten soviel Zufriedenheit aus. Und das ist am ende, was zählt. Das ist das Gefühl, was du deiner Tochter mitgibst. Ob der Brei Brei war oder nicht oder selbstgekocht. Das ist reines Anspruchsdenken....

    Liebe Grüße,
    Pauline

    AntwortenLöschen