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Von Tagen und Nächten mit 10 Monaten


Vorweg: wir haben gerade 1:56 -nachts-, und ich habe scheinbar nichts besseres zu tun, als diesen Post zu schreiben. Aber ich will nicht mehr schlafen, in den letzten 5h hat mich Martha nämlich mindestens 12 mal wieder wach gemacht und wenn ich noch einmal gerade einschlafen bin und von Gebrüll und/oder einem Kind, das sich auf mich schmeißt, geweckt werde, renne ich schreiend im Kreis.

Gerade ist irgendwie der Wurm drin, tags wie nachts, Martha ist zwar recht gut gelaunt, aber unglaublich anstrengend. Ich komme zu nichts mehr.
Sie beschäftigt sich zwar problemlos alleine, ABER wehe wenn ich dann auch was machen will....Computer/Tablet/Handy, sofort kommt sie und will damit spielen....Buch/Zeitung, will zerrissen werden....Essen, muss geteilt werden....stricken/häkeln, werden die Nadeln aus der Hand gezogen.....nähen, kommt sie nicht an die Maschine ran und motzt.
Also sitze ich da und baue Duplotürme, die sofort wieder zerstört werden, räume Regale ein, die sofort wieder ausgeräumt werden und lese Bücher vor, die mir aus den Händen gerissen werden. Nebenbei fungiere ich als Klettergerüst, Boxsack und -wenn ich Glück habe- kurz als Kuscheltier.
Versteht das nicht falsch, ich mache das gerne, aber nicht 12h am Tag, jeden Tag der Woche.
Dazu kommt noch, dass die Nächte auch nicht besser sind. Einschlafen wird zum Glücksspiel und die ersten Stunden schläft sie extrem unruhig, wird immer wieder brüllend wach und lässt sich nur durch rumtragen beruhigen, oder sie wälzt sich hin und her oder wird von jeder Bewegung wach.
 Ab ca. 1 hat man dann erst das Gefühl, das sie richtig schläft -was nicht heißt, dass sie dann nicht wach wird- und ab 5 wird es wieder unruhig.
Ob das nun ein Schub ist, das Wetter oder die Zähne, es ist einfach nur anstrengend und ich hoffe, dass sich das bald wieder legt.
Jetzt ist 10:14 und ich muss berichten, dass sich die Nacht noch zur Schlimmsten seit Ewigkeiten entwickelt hat. Um halb 5 schlief ich endlich wieder ein und wurde schon 50min später wieder von Martha geweckt, die dann erstmal meinte die Nacht zum Tag machen zu müssen, bis sie um 7 nach viel Geschrei, Getrage und Tränen (meine), endlich wieder einschlief.

Wann wird das nur endlich wieder besser?

Kommentare:

  1. Hallo,
    ich bin keine Mama, lese dennoch euren Blog recht gern. Besonders deine Entrys.
    Viele Blogeinträge von Müttern beschäftigen sich nur damit wie toll und idealistisch das leben mit einem Kind ist. Du hingehen berichtest auch mal von den schweren Stunden, von der Verzweifelung einer Mutter einer auch nur ein Mensch zu sein. Davor habe ich nänlich große Angst. ich liebe Kinder und will auch welche haben. Aber von diesem Stress, jeden Tag und nie zeit für mich. Einträge wie deiner gibt mir persönlich große Kraft es doch später hinzukriegen und das Kind und das Muttersein trotzdem zu lieben!
    Du bekommst das schon hin und ich hoffe inständig, dass die Kleine bald auch wieder ihre Ruhe findet.

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  2. Wieder toller Post. Den ich als Mama eines gleichaltrigen Jungen so nur bestätigen kann. Nichts ist mehr allein möglich. Die Nächte unterscheiden sich deinen nur in soweit, daß ich dann immer wieder einschlafstille!
    Viel Kraf wünsche ich dir. P.S hab dazu noch 4 andere Kids ;-)

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  3. oh, das erinnert mich an unsere schlimmen monate... unser sohn hat mit ca. 4 monaten angefangen, extrem unruhig zu schlafen. je älter er wurde, umso häufiger hatten wir szenen, wie du sie beschreibst: schreien ohne ende, beruhigung nur mit rumtragen und/oder stillen. bei uns hat es sich leider erst mit 17 monaten beruhigt, bis dahin war er häufig 8-10mal pro nacht wach. ich ging in dieser zeit auf dem zahnfleisch, mein mann war nur am wochenende da und ich habe häufig nachts geweint vor erschöpfung. kleiner tipp: kurzzeitig hat bei uns eine "kur" mit passiflora geholfen. das habe ich 7mal hintereinander abends gegeben. da hatten wir einige gute wochen (bis wir in den urlaub fuhren und alles wieder von vorn anfing). ich drücke euch die daumen, dass es bald wieder besser wird!
    linnea

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  4. Sonst bin ich stille Mitleserin, das Thema kommt mir aber auch bekannt vor und ich weiß noch, das mich das damals auch beschäftigt hat. :) Bei uns war es so, dass die Nächte von der Kröte mit ca. 9 Monaten "von heute auf morgen" schlechter wurden. Im Internet habe ich dann in einem Bericht gelesen, dass das häufig vorkommt, wenn die Kleinen mobiler werden und krabbeln, robben etc. somit also mehr Eindrücke aufnehmen und das dann entsprechend nachts zu verarbeiten haben. Mir hat das zumindest soweit geholfen, dass ich mir nicht mehr ständig Gedanken gemacht habe "Hat er Hunger?" "Tut ihm was weh?" "Was kann es bloß sein?" Es war zwar trotzdem noch Kräfte zehrend, aber man wusste wenigstens was los war.
    Mh....wann es besser geworden ist? Kann ich gar nicht genau sagen, aber es hat schon eine Zeit gedauert... :-/
    Ich wünsche dir viel Kraft!

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  5. Unser Sohn ist 19 Wochen alt und schläft - Gott sei Dank - nachts relariv gut.
    Ich schick Dir meine guten Wünsche und ganz viel Kraft. Sei versichert: Es wird besser werden -früher oder später.
    Herzlichst
    Herzliebchen

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  6. Liebe Svenja, ich fühle mit dir. Nnoah hat im Moment au h gerade eine extrem anstrengende Phase. Alles muss irgendwie angemotzt werden, er entdeckt das man mit seiner stimm ja auch EXTREM hohe Töne herstellen kann und alles ist doo vorallem wenn mama den raum verlässt. Es kann/muss nur noch besser werden. Lg Steffi

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  7. kannst du dich noch dran erinnern wie wir beide paralell gefrustet waren als die nächte so schlecht waren wo die beiden angefangen haben zu krabbeln? juli-august war das.
    scheint schon wieder eine ewigkeit her zu sein aber ich musste grade dran denken.
    du weist ja uns gings die letzten wochen auch nicht besser, ich fühle also mit dir.
    klingt zwar blöd, aber wie ich geschrieben habe: irgendwann gewöhnt man sich dran O.o

    ruh dich heute schön aus, ich leg mich mit elli gleich auch erstmal ne runde hin.

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  8. Hatten wir auch. In solchen Momenten dachte ich regelmäßig, mein Leben sei endgültig gelaufen und vorbei, ein Kind die schlimmste Entscheidung und alles einfach nur trostlos, unabänderlich furchtbar und der letzte Ausweg könne nur die Flucht allein in ein anderes Land weit weg sein.
    Nun, ich bin immer noch da :-) Diese Gefühle sind zwar als Erinnerungen noch sehr präsent, aber sie missen oder den Verursacher eintauschen, nein, nie im ganzen Leben nicht mehr!
    Das einzige, was dann für mich ein Segen war: Kind dem Papa abgeben und auch bei Gebrüll (hört sich Rabenmutterig an, aber bevor man als Mama selbst losbrüllt?) eine kurze Auszeit z.B. beim Spazierengehen um den Block nehmen.

    Liebe Grüße, gutes Durchhalten,
    Stefanie

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  9. Ach Svenja, ich glaube vor 3 Jahren hätte ich gleiches gebloggt. Ich kannte dann auch Orte in unerer damaligen 100000-Rinwohner-Stadt, an denen man Sonntag 6 Uhr früh einen Kaffee trinken konnte (Bar/Cafe neben dem einzigen Striplokal der Stadt). Und irgendwann hokus-pokus ist der Spuk vorbei (was bis zum richtigen alleine Ein- und Durchschlafen noch länger dauerte)... Gönn dir einen leckeren Kaffee oder ein Buch.... Das macht es zwar nicht besser, aber erträglicher.

    Liebe Grüße,
    Pauline

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  10. Oje oje. Und ich dachte, wenn die Kinder älter werden, wird es besser. Unsere Lu ist gerade 6 Monate und wir machen gerade auch eine schwere "Nachts-Nicht-Schlafen-Phase" durch. Ein Kind ist echt das schönste, aber auch das anstrengendste was ich bis jetzt erlebt habe. Liebe Grüße und weiterhin viel Kraft, wir werden das schaffen!
    Liebe Grüße, Antonia

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  11. Oh, ich fühl mit dir! Du Arme und es ist verständlich, dass da Tränen bei dir fliessen. Ich hoffe, du konntest heute durch den Tag etwas Ruhe tanken für dich alleine.

    Könnt ihr euch in der Nacht nicht abwechseln, du und dein Mann? Wir machen das seit ein paar Monaten so, weil ich sonst auch nicht mehr könnte. Zuerst steh ich auf, dann er und so weiter. Das hilft ungemein, wie ich finde. Bei mir ist es zur Zeit so, dass wenn ich dann schlafen könnte, nicht mehr schlafen kann. Und dann 2 Stunden wach liege, voller Energie (von wo bloss????) und wenn ich dann gerade einschlafe, kommt er schon bald wieder...das macht mich echt fertig zur Zeit.

    Ich wünsch dir viel Kraft,
    liebe Grüsse, Claudia

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  12. Ich kenne das so gut und ich möchte dir jetzt wirklich keine Angst machen, aber meine Maus wird im Dezember 3. Ich weiß aber aus Erfahrung, dass es ungefähr ab 4 Jahren etwas besser wird. Aber selbst mit 9 Jahren kommt mein Mittlerer noch manchmal nachts ans Bett und hat Alpträume. Ich glaube, wenn man einmal mit Kindern anfängt, dann schläft man nie wieder richtig durch...hihi. Ich finde es mal wieder sehr schön, wie ehrlich du schreibst! Es ist eben nicht immer alles Heile Welt und manchmal möchte man am liebsten wegrennen! Was wir natürlich nicht machen, weil wir diese kleinen Minigeschöpfe über alles lieben, weil sie einfach so unglaublich verdammt und grandios süß und lieb und schnuckelig sind! ;o)

    Es wird immer ein Auf und Ab geben, und es wird besser und dann auch mal wieder schlechter! Versuche es zu akzeptieren, aber auch zu akzeptieren, dass du auch nicht immer alles rosig sehen kannst. Das ist denke ich vernünftig und normal oder warum halte ich das schon seit 15 Jahren aus? ... hihi

    Drück dich ganz fest und sende dir ganz ganz viel Kraft!
    Jenny

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  13. Diese unruhigen Zeiten kenne ich auch gut, zwar nicht in dieser Intensität, aber viele Tage und Nächte waren auch hier sehr anstrengend. Als mein Lütter mit ca. 9/10 Monaten so unruhig geschlafen hat,war ich mit ihm beim Osteopathen, danach wurde es besser. Vielleicht wäre das auch eine Idee für euch?
    Liebe Grüße und alles Gute und bessere Nächte! Hella

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  14. ja, auch ich bin eine mitfühlende junge mama. es wird immer besser, wenn man sich mitteilt. das ist schon mal sehr gut! bei mir klappt das mitteilen mit der eigenen mutter prima. toll ist's, wenn man freundinnen hat, die in ähnlicher situation sind. das kind einen abend, wenn möglich, dem mann geben und raus mit der freundin/den freundinnen, einfach mal allein sein und austauschen und zwischendurch über was ganz anderes reden. es wird auch besser, wenn man kind und tasche packt und vielleicht mal zu den großeltern fährt. da kann ich z.B. morgens mal eine stunde länger schlafen, weil die oma morgens die milch macht und spielt und liest. aber das muss halt alles passen. wenns nicht geht, muss man einen anderen weg finden. ideal ists bestimmt, wenn mann und frau sich nachts abwechseln können. das kenne jetzt wiederum nicht, aber ich würde es das nächste mal so von anfang machen. aber bloss nicht alles zu schwarz sehen. es geht vorüber. akzeptieren, annehmen ist immer ein guter ansatz! kaffee, ganz viel kaffee und tee und sachen machen, die einem gute laune bringen. sich selbst was gutes tun, wenn es nicht anders geht momentan. es ist bestimmt nicht leicht bzgl. der kreativität, die sachen zu machen, die man gerne machen möchte. es findet sich bestimmt bald ein guter weg für dich! alles beste für euch!

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  15. hmmmm das ist hart...
    Hat sich Euer Tagesrythmus verändert? Macht Ihr mehr Aktionen am Tag? Oder sind andere Personen "eingezogen"? mit der sich Deine kleine auseinander setzen muss???
    Manchmal ist es auch "nur" eine Phase...
    Teilweise kann es auch am Wetter liegen (kein Witz!) ich merke es teilweise bei meinen Kindern das wenn es windig/stürmig ist das die Launen meiner Zwerge dann auch dementsprechend nervig/anstrengend sind.
    Ich bin gelernte Kinderpflegerin und habe es schon damals bei der Arbeit gemerkt und auch später in der Altenpflege das die Wettereinflüsse meine zu betreuenden Leutchen ganz kirre gemacht haben.

    Kopf hoch und versuchen das Beste daraus zu machen mir hilft warmer süßer Tee ;o)

    Bloß nicht selber bekloppt machen (ich weiß leichter gesagt als getan) Deine Unruhe/Wut geht auch auf die Kurze über*grummel* alles schon mal selber gehabt...

    Liebe Grüße von Sarah alleinerziehend 2 Mädchen 5 und 10 Jahre alt

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  16. Ich bin in einer schlaflosen Nacht morgens um vier mal mit dem Kinde draußen spazieren gegangen. Weil ich kurz vorm Durchdrehen war. Heute lache ich darüber... es war eines der einschneidendsten Erlebnisse, die ich bezüglich Liebe (und in dieser Nacht Hass) zum Kind je hatte. Und rückwirkend betrachtet, hat mich das sehr weise gemacht. Und stark. Auch wenn man das in solchen Nächten so gar nicht sieht. Es wird besser. Versprochen! Wer weiß, was sie gerade wieder tolles ausheckt an Entwicklungsschritten ;-) Herzliche Grüße, Marja

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  17. Liebe Svenja,
    genau so ging es mir mit meinem ältesten Sohn. Leider hat es sehr lange gedauert, bis er wirklich nicht mehr kam in der Nacht, ich glaube er war 6 Jahre alt. Zehnmal aufstehen in der Nacht klingt unglaublich, aber auch bei uns war das so. Ich habe immer zu meinem Mann gesagt, daß wir die Fürsorge, die wir nächtlich leisten, bestimmt einmal vom Kind zurùckbekommen, dieser Gedanke hat mir immer geholfen.
    Und irgendwann hört es tatsächlich auf und du musst das Kind fragen, ob es nicht mal wieder zummKuscheln ins Bett kommen will.
    Alles Liebe und halte durch
    Alexandra

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  18. Auch ich fuehl mit dir!Wir haben eine wunderbare Tochter,die aber eine extrem schlechte Schlaeferin war.Aehnlich wie eure Martha.Wir hatten dann noch lange Phasen wo sie jede Nacht mitten in der Nacht mindestens 2-3 Stunden einfach wach war,man aber bei ihr bleiben musste.Ich bin am Stock gegangen,die Beziehung zu meinem Mann hat z.T. stark drunter gelitten und ich dachte ich kann das nicht bewaeltigen.Wir haben alles ausprobiert von den super sanften Sachen (eigentlich meine urspruengliche Richtung) bis hin zu kontrolliertem Schreien.Nichts half wirklich.Irgendwann haben mein Mann und ich uns entspannt und es einfach so hingenommen.Das hat es fuer uns besser gemacht aber den Schlaf nicht.Es gab immer bessere und schlechtere Phasen.Jetzt ist sie 2 Jahre 8 Monate und seitdem sie so 2-2.5 ist beruhigt sich alles.Seit ein paar Wochen schlaeft sie 85% aller Naechte durch.Die restlichen Naechte sind auch ok.Auch bei euch wird sich alles irgendwann beruhigen!!Angeblich sind diese Nachteulen ganz besonders intelligente Kinder ;)...womit ich jetzt nicht sagen will,dass gute Schlaefer dumm sind!Wir bekommen in 5 Wochen unsere zweite Tochter und ich hoffe ernsthaft,dass diese ein besserer Schlaefer wird.Schlafentzug ist echte Folter!!Alles Gute

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