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Von Lesern, dem Schreiben und rosagrauen Wolken

Ich hatte heute Morgen eine lustige Mail im Mamikreisel-Postfach 
"...ich hätte gerne xx und yy...und jetzt wirds peinlich, weil ich vielleicht total daneben haue, aber kann es sein, dass ich auf dem Profilbild deine Tochter M. erkenne? Also ich bin ganz fleißige Blogleserin und Köln plus das Foto haben mich so irritiert und jetzt ist es mir peinlich, falls du es nicht bist." 
Wäre nicht erst 5:30Uhr gewesen und hätte Martha nicht noch neben mir geschlummert, hätte ich laut gelacht. Dazu sei erwähnt, dass ich weder den Blog im Profil verlinkt habe noch umgekehrt und das Profilbild zeigt auch nur Martha von hinten, also muss man schon ein sehr treuer Leser sein um darauf zu kommen. 
Jedenfalls entwickelte sich darauf hin eine Unterhaltung, in der ich erfuhr, dass R. unsere Artikel den Anstoß gaben es zu wagen ein Kind während des Studiums zu bekommen. Es fielen viele liebe Sätze, die mich sogar zu Tränen rührten.
Und dann lag ich hellwach und glücklich im Bett, es war sogar egal, dass Martha um 20 nach 6 schon hinter meinem Rücken Morgengymnastik machte. 
Ich lag da und war glücklich. 
Es war so ein Moment in dem man realisiert, dass auf der anderen Seite des Bildschirms wirklich Menschen sitzen, die diese Zeilen jetzt lesen, die unsere Posts inspirieren, die sich unsere Worte zu Herzen nehmen. 
Klar wissen wir, dass wir viele Leser haben, die Statistik zeigt täglich um die 2000 an, aber das ist nur eine Zahl, wirklich in Kontakt kommt man nur über die Kommentare. Ab und zu gibt es herzliche Mails im Postfach, aber diese Unterhaltung heute morgen war nochmal etwas ganz besonderes.

Wenn ich einen Post schreibe, dann fließen die Worte einfach aus mir heraus, ich schreibe ehrlich wie es mir geht und was ich empfinde. Ich schreibe nicht um zu belehren, um mich zu profilieren, um Mitleid oder Neid zu bekommen. Ich schreibe um den Gedanken in meinem Kopf Platz zu machen, um sie zu sortieren oder um sie gehen zu lassen. Ehrlich gesagt denke ich oft erst vorm Veröffentlichen, wenn ich nochmal drüber lese, daran, dass sehr viele Menschen, jeder der möchte, meine Worte und Gedanken lesen kann. 

Es gab deshalb auch schon Post, die sofort wieder gelöscht wurden. 
Das gleiche bei Fotos, ich wäge immer genau ab ob und welches Bild ich preisgebe, vor allem wenn Martha drauf zu sehen ist (übrigens bedeutet Kinderbilder zu veröffentlichen nicht, dass man sich keine Gedanken darüber gemacht hat, sondern nur, das man zu einem anderen Ergebnis gekommen ist).

Aber zurück zum Thema: eben weil ich immer ehrlich schreibe und die grauen Wolken am Mamahimmel nicht zuerst rosa streiche bevor ich sie euch präsentiere, habe ich manchmal Angst, dass das Mamasein zu negativ rüber kommt, umso mehr freut es mich, dass wir trotzdem andere junge Frauen ermutigen können diesen aufregenden, wunderschönen Schritt zu gehen.

In diesem Sinne ein riesen Dankeschön, nicht nur an die liebe R. (ich bin mir sicher, dass du das ließt;)), sondern an alle Leser, die Stillen und die Lauten, die die uns persönlich kennen und die nur das von uns gezeichnete Bild sehen, die Leser die unsere Meinung teilen, die wir zum Nachdenken bringen oder die finden das wir Blödsinn reden. 
Ohne euch würden die Worte nie meinen Kopf verlassen.

Kommentare:

  1. ich finde deinen blog gerade so gut, weil du nicht alles durch die rosarote brille präsentierst. ich mag lieber ehrliche posts, als welche, die das mama-sein glorifizieren und eben irgendwie "falsch" bzw. einseitig darstellen!

    wir bekommen im frühjahr auch ein baby während des studiums und freuen uns ziemlich :) ich denke aber, dass es eher so sein wird, wie du es beschreibst, als so, wie auf einigen rosaroten blogs :)

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  2. Liebe Svenja.
    Deine positiven Erfahrungen mit Martha verstärken auch meinen Wunsch ein Baby im Studium zu bekommen.
    Ihr Beiden habt mich unglaublich neugierig auf das Nähen gemacht. Irgendwann war ich dann so neugierig, dass ich es gewagt habe und einfach angefangen habe. Und jetzt 9 Monate später habe ich schon einige vorzeigbare Sachen genäht.

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  3. Ich liebe deine Posts, weil sie so ehrlich sind. Man kann sich darin wieder finden (oder auch nicht). Du läßt uns an deinem Innenleben teilnehmen. Und du schreibst, davon bin ich felsenfest überzeugt, nur Worte, die raus wollen. Kämen sie nicht raus, würden sie in deinem Kopf Unfug anfangen *lach* Dann besser so. Du kannst dich mit wenigen Worten so klar und präzise ausdrücken. Das bewundere ich immer wieder.
    Und der Ausdruck "rosagraue Wolken" wird wohl wie "mit dem falschen Knie aufgekrabbelt" in meinen Wortschatz übergehen.
    Und du stellst das Mamasein nicht negativ darf - nur realistisch - eben rosagrau.

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  4. schön geschrieben, spricht mir so aus der Seele, obwohl ich die Sache eher als Oma betrachte ;-)

    Liebe Grüße Anke

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