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Leben und leben lassen

Ich stille, trage und wir haben ein Familienbett, auf Neudeutsch nennt sich dieses Erziehungsmodell "Attachment parenting", Bindungs- bzw. Bedürfnisorientierte Erziehung.
Schon vor der Geburt hatte ich den Gonzales gelesen und mich in diesen Texten wiedergefunden, nach der Geburt wurde ich durch meine Erfahrungen in meiner Meinung bestätigt.
Damals wusste ich aber noch nicht, dass dieses "Erziehungsmodell" einen Namen hat und zu einer regelrechten Bewegung geworden ist.
Das merkte ich erst, als ich nach Gleichgesinnten suchte.
Ich fand sie in Foren und Facebook-Gruppen und war zunächst total froh über den Austausch, erleben wir doch alle immer wieder, das wir verurteilt werden für das was wir tun. Das wir unsere Kinder verwöhnen, das sie nie selbstständig werden und es doch ganz klar ist, dass sie auch mit 18 noch getragen werden, an der Brust hängen und bei den Eltern schlafen.
Ich war glücklich.
Ich gehörte dazu.
War nicht mehr der Hippie mit Tuch der sein Kind erstickt und vermutlich nur kein Geld für einen Kinderwagen hat.
Bis ich merkte, dass es auch in dieser Gruppe die "Supermamis" und die "Rabenmütter" gab, das Verurteilung hier ebenfalls auf der Tagesordnung stand.
"Du hast einen Ergobaby/Manduca????? Die sind ja gar nicht gut so ohne verstellbaren Steg....",
"Du gibst Schnuller? Meins darf immer an die Brust wenn es nuckeln will...",
"1 Jahr stillen ist doch Garnichts, ich stille schon seit 3 Jahren, ein Jahr davon sogar den Großen und die Zwillinge gleichzeitig....",
"Warum habt ihr keinen Reboarder als Folgesitz..."
Und -leider ein original Zitat und der Anstoß zu diesem Artikel-: "ob ein Baby das allein schlafen muss wirklich die Elternliebe so spürt sei dahingestellt "
Wettbewerb und dieser Drang andere zu missionieren, das finde ich am schlimmsten, denn dabei wird völlig außer Acht gelassen um was es wirklich geht, die Bedürfnisse der Kinder, und die sind bei jedem anders.
Vielleicht ist die Manduca nicht die beste Trage, aber wenn das Kind sich drin wohl fühlt ist das doch ok, manche akzeptieren auch ohne meckern den Kinderwagen, auf diese bin ich bei diesem Wetter besonders neidisch.
Wenn sich ein Kind selbst schon mit 12 Monaten abstillt, dann hat es damit auch seinen Willen gezeigt und es gibt auch Kinder, die schlafen besser im eigenen Bettchen, manche auch im eigenen Zimmer.
Jede Mutter und jeder Vater muss zusammen mit dem Kind den eigenen Weg finden. Dieses Glorifizieren der eigenen Meinung nur das Beste zu tun und das Ablehnen jeder anderen Meinung geht mir -sorry- auf den Sack.
Ich habe mich damals fürs stillen entschieden, weil ich Martha möglichst das Beste mitgeben wollte und ich bin froh, dass es geklappt hat. Heute stille ich ehrlich gesagt hauptsächlich noch, weil es praktisch ist und ich nicht Unsummen für Pulvermilch ausgeben möchte. Natürlich weiß ich, dass die Muttermilch immer noch voll guter Stoffe ist, aber das ist für mich nicht mehr der Hauptgrund. Genauso beim Tragen. Ich trage nicht, damit Martha nie Rückenschmerzen bekommt, sondern weil sie die Nähe möchte und es der schnellste Weg ist sie zum Schlafen zu bringen.
Ich Rabenmutter!
Natürlich gibt's auch Dinge die ich schlimm finde.
Wenn Eltern bei ihrem Baby rauchen, sein Schreien ignorieren oder es sogar schlagen. Wenn sie ihm schaden obwohl sie es eigentlich besser wissen.
Dann gibt es aber auch Eltern die mir leid tun, weil sie die falschen Berater hatten, nicht die richtige Unterstützung bekamen.
Wo es mit dem Stillen nicht klappte, weil das Baby direkt im KH die Flasche bekam. Die im BabyBjörn tragen weil ungeschulte Hebammen ihn empfohlen haben. Die Schlaflernprogramme durchziehen zu denen ihnen Ärzte geraten haben, obwohl ihnen dabei das Herz blutet.
Eltern, deren Bauchgefühl von Großeltern, Nachbarn, Bekannten mit "klugen" Ratschlägen zunichte gemacht wurde.
Auf seine Instinkte hören, auf die Bedürfnisse des Kindes UND auf die eigenen eingehen, das ist für mich Attachment parenting. Und ob das mit stillen, tragen, Familienbett, Baby let weaning, Reboardern, Windelfrei, Impfkritik und was weiß ich nicht noch alles einher geht, dass entscheidet jede Familie für sich.
Wenn jeder die Ansichten des Anderen etwas mehr akzeptieren würde, ginge es uns allen besser und niemand muss sich selbst als "schlechter" empfinden, nur weil andere mit einem anderen Konzept glücklich sind. Wir Eltern müssen doch zusammen halten.

Kommentare:

  1. oh ja, egal was man macht, ist es eh "falsch". meine kleine pennt seit dem ersten monat DURCH = 10-12 Stunden die nacht sind keine seltenheit. tja und da heißt es "haha das ändert sich ganz schnell". andere mamis die erzählen "nein mein kind pennt nicht durch" "JA ABER WARUM DENN NOCH NICHT" << blödes beispiel aber ist halt so - man kann es keinem recht machen - soll man auch nicht. man sollte es nur dem baby und sich selber recht machen. mein baby ist glücklich, wenn es bei mir im zimmer pennt. im bett nicht (weil ich angst hab vorm kindstod), ich stille nicht (weil ich nach wochen immer noch keinen einschuss hatte) und bin trotzdem glücklich.
    find es immer lustig was für wellen manche themen schlagen und du sprichst mir echt aus der seele.. :) und ich denke man kann kein baby verwöhnen! und selbst WENN ist es ja "unser" problem, oder?
    wenn ich alles so lese und höre überall.. mein gott die generation unserer kinder werden ja echte verwöhnte monster :D muhaha
    lg nicole (die immer hier liest aber selten kommentiert )

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  2. Lese zwar nur sporadisch mit & gehöre nicht zu den Bloggern, kommentiere auch nie.
    Aber hier muss ich mal eben loswerden, das ist der beste Beitrag den ich hier und auf allen anderen Mamiblogs jemals gelesen habe.
    Genauso mache ich das auch und hoffe unsere Generation, die jungen, innovativen & mutigen Mütter, lassen sich auch weiterhin nicht darin beirren zu entscheiden was das beste für IHR EIGENES Kind ist.

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  3. Toller Beitrag... ich musste schmunzeln, denn es geht mir sehr ähnlich, erst ist man froh endlich Gleichgesinnte gefunden zu haben aber nach kurzer Zeit konnte ich mich nur noch wundern übern den Ton und Wettkampf der teilweise herrscht.

    Der von dir zitierte Kommentar war mir auch negativ aufgefallen (wohl auch weil ich mich dadurch auch angesprochen fühlte, denn mein Sohn hat im Familienbett nie gut geschlafen und ist daher früh ins eigene Bett und ja sogar recht früh ins eigene Zimmer umgezogen, wo er dann ENDLICH gut schlafen konnte. Er brauchte die Ruhe. Die Kleinen Schwestern dagegen haben das Familienbett genossen bzw die Kleine immer noch. Es gibt eben selten eine ideale Lösung die für alle passt, aber manche können/wollen halt nicht über ihren Tellerrand sehen.)

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  4. Mal wieder einer deiner tollen Berichte *Lob*
    Dogmen in der Erziehung sind immer schlecht. Und leider gibt es wohl in jeder Elterngeneration Eltern/Mütter, die meinen, dass nur sie alleine "die Weisheit mit Löffeln gefressen haben". Leider sterben solche Eltern bzw. meistens sind es ja Mütter nie aus. Was für das eine Kind optimal ist, kann bei dem anderen Kind genau das Gegenteil bewirken. Und was für die einen Eltern super ist, stört die anderen Eltern gewaltig. Erziehung ist immer ein "Spiel" zwischen Kind und seinen Eltern.
    Und ob man sein eigenes Kind gut erzogen hat, sieht man meistens erst bei den Enkeln *lach*
    Was ich übrigens auch sehr schlimm finde, sind Mütter, die meinen, dass nur sie alleine wissen, was für ihr Kind gut und richtig ist. Und dabei das Kind und den VATER aus den Augen verlieren. Mütter, die meinen, dass die Familie nur aus ihnen und dem Kind besteht. Die den Vater und die Partnerschaft aus den Augen verlieren.

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  5. Es gab ja schon immer den Austausch zwischen Müttern, früher über die verschiedenen Generationen, heute eher jede Generation für sich.
    Nur damals hat man mehr auf seine Instinkte und erfolgreiche Konzepte der Eltern und Großeltern gehört.
    Heute häufen wir über die verschiedensten Kanäle - Bücher, Zeitschriften, Internet, TV - Wissen an, dass uns eigentlich nur verwirrt, weil eben jedes Kind und jede Mutter anders ist. Wir hören viel zu wenig auf uns selbst und sehen jede Meinung als allgemeingültig an. Wer sollte da nicht verwirrt werden?

    Wir kommen doch generell mit einigen Menschen besser, mit anderen eher schlechter aus. Jedem ist wohl bekannt, dass hierbei Charakterzüge, Lebenseinstellung und Meinungen der Menschen hineinspielen. Doch sind die nicht ausschlaggebend für die Sympathie zu einem Menschen. Vis-à-vis kann ein Mensch viel schneller und besser eingeschätzt werden, als über unpersönliche Medien - wie z.B. das Internet. Hier fehlen Mimik und Gestik, die uns die sachlichen Botschaften mit zusätzlichen Informationen anreichern und uns damit Aufschluss über die Bedeutung des Gesagten geben. Nicht immer ist alles so gemeint, wie wir es lesen, eigentlich sogar selten. Warum sollten wir nun also im Internet mit allen sympathisieren? Müssen wir nicht, aber die Sortierung fällt meist schwerer, sodass man sich die Meinungen anderer Menschen zu Herzen nimmt - oft auch von denen, die wir im "wahren" Leben aus dem Weg gehen würden.

    Ich schließe mich dir vollkommen an! Ich finde es fürchterlich, andere zu verurteilen - egal ob bei der Kindererziehung, der Wahl der Religion, der Ernährung oder anderen Dingen.
    Ich merke nur selbst, dass ich vielleicht zu häufig auf andere Lebensweisen schiele und überlege, ob meine eigene denn richtig ist. Doch meinem Kind geht es gut, er wächst und lernt, hat ein paar Problemchen wie wohl jedes Kleinkind. Also sollte ich mir keine Gedanken machen, obwohl er (leider) weder Muttermilch bekommen hat noch häufig im Tuch o.ä. getragen wurde und dazu noch in seinem eigenen Bettchen geschlafen hat. Oder? ;)

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  6. Hach, das hast du schön geschrieben... noch ist unser Zwerg zwar in meinem Bauch, aber ich hab auch schon viel gelesen und auch leider schon viele "Ratschläge" bekommen, bei denen ich denke "NEIN, nicht mit mir."

    Bin gespannt, ob es dann auch alles so klappt, wie ich es mir jetzt vorstelle.
    Grüße Sonnenblume

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  7. Ich bin erst seit knapp 5 Wochen Mutter und kann nur sagen: Genau! Jeder hat einen guten Rat, nur dummerweise widersprechen die sich häufig. Der beste Rat einer kinderlosen Freundin: Frag die Hebamme (meine ist 50 und seit 20 Jahren im Beruf) und lass dich dann von deinem Bauchgefühl leiten.
    Mach ich jetzt auch - immer schauen was für das Kind und uns als Eltern der richtige Weg ist.
    Herzlichst
    Herzliebchen

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  8. Ja! Ja! Ja! (Gleich mal auf Twitter geteilt!)

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  9. Ich habe überhaupt nichts gegen Mamis, die tragen etc. Ich selbst habe auch lange getragen. Aber ich habe auch genauso wenig gegen Mamis, die ihre Kinder im Kinderwagen schieben. Ist es nicht letztlich egal, wie es die Mamis machen? Ich stimme dir da total zu: So lange dem Kind nicht bewusst geschadet wird, darf doch die Mama selber entscheiden, was für ihre Familiensituation das Beste ist. Aber leider leider ist es in unserer Gesellschaft so, dass man keinen eigenen Instinkt mehr haben darf. Die Werbung sagt uns Aptamil sei das Beste für's Kind. Mami xy sagt dies und die eigene Mutter sagt das. Und dann steht man in diesem Karussell und darf nichts eigenes mehr denken und fühlen.
    Ich bin dafür, dass sich jede Mami die verschiedenen Stile anschaut, damit sie sie kennt und dann entscheidet, was zur Familie passt. Vielleicht ja auch ein Mix aus allem?!

    Liebe Grüße,
    Janina

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  10. TOOOOOLLLL!!!!! Das hast du absolut richtig auf den Punkt gebracht! Jede Familie weiß für sich wie es am besten ist und entscheidet für sich wann es wie und warum Dinge macht oder tut!

    Ich finde deine Einstellung richtig toll!

    Liebe Grüße von Jenny

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  11. Du sprichst mir aus der Seele! Du hast die richtigen Worte und den richtigen Ton gefunden, dafür danke ich dir! :)

    Liebe Grüße
    Tanja

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  12. Wunderbar geschrieben.
    Irgendwie scheint es einfach überall den absoluten Mutti-Wettbewerb zu geben. Egal ob zum Thema Stillen, Beikost, Tragen oder auch Krabbeln, Laufen, Sprechen, ...
    Es ist einfach nur ätzend!

    Das wichtigste ist und bleibt der Mutterinstinkt. Egal was, wenn es meinem Kind gut geht, dann bin ich zufrieden, und ICH (!!!) weiß wohl am allerbesten, was für meinen Zwergen gut ist. Und nicht MuttiB aus der Krabbelgruppe oder MuttiC aus der Muttigruppe bei Facebook.

    LG Jenny

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  13. i love it. Toll geschrieben. bei vivi gehörte ich vor 6 jahren zu denen, die die falschen Brater hatten, stiilen nachg 6 wochen vorbei, babybjörn gekauft...vivi mochte ihn aber nicht...von bekannten und verwandten verwöhnt sie nicht so.
    heute bei Noah mittlerweile 8 Monate, bin ICH es die entscheidet wann, was und wie. Gestillte habe ich volle 6 Monate, dann wollte ER nicht mehr. Einige Zeit immer wieder angeboten und er hat total verweigert. Na gut, er hat entschieden. Mir fehlt die Nähe zwar schon, aber die wieder gewonne flexibilität ist auch ganz schön. Geschlafen hat er auch diese 6 Monate in unserem Bett. Zwischendurch immer mal wieder neben mir in seinem Stubenwagen, doch am besten war es halt bei Mama. Mittlerweile schläft er ruhiger in seinem Zimmer in seinem Bett...das Tragetuch fand er von Anfang an doof, deshalb haben wir einen Ergobaby der ist super, doch bei dem Wetter liegt ER am liebsten im Kinderwagen. Und NEIN ich lasse ihn nicht schreien, denn er kann NICHT sprechen und sagen was er gerade hat und deshalb schreit er. ich finde es gut so wie es ist, auch wenn andere sagen wieso machst du das so und so....
    euer neuer Header ist mega toll. lg steffi

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  14. Einfach nur danke. Du hast soooo recht. Wieso bekämpfen sich alle Mama's immer so verbissen? Schrecklich!
    Ich werde auch oft und viel gemustert. Seh halt jung aus (dabei bin ich 30) und bin sehr feingliedrig. Die? Ein Kind?
    Und das Kind noch so gut genährt? Seufz.

    Daher, toller Beitrag. Danke!

    Liebe Grüsse
    Claudia

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  15. Wunderbar :) Und ich glaube, wir lesen in den selben Gruppen und Blogs? Auf jeden Fall durchzieht diese ja gerade eine Welle.
    ich denke auch, dass wir viel mehr gute Worte für andere haben sollten, mehr Toleranz und Blicke fürs Wesentliche.

    Ganz liebe Grüße

    Halitha

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  16. Stimmt! Und: Danke dafür!
    Und noch was: Das "Rumkriteln" hört niemals nie auf, aber man bekommt doch irgendwann eine Art Hornhaut auf den Trommelfellen und kümmert sich nicht mehr so um andere (ungefragte) Meinungen, verdrehte Augen, missbilligenden Blicke...

    Liebe Grüße,
    Stefanie

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  17. Da sind wir wohl einer Meinung :)

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  18. ich halte mich aus solchen foren deshalb konsequent raus, weil ich es einfach richtig schäbbig finde wie sich leute so angiften können...und vor allem weswegen denn?
    ich muss niemandem im internet beweisen was für eine tolle mama ich bin, das hat doch echt keiner nötig und will auch keiner wissen. ich geb dir da wirklich vollkommen recht, hauptsache man hat sich und seine familie im blick, alles andere ist total egal.

    unter besagten "rabenmüttern" stöst mir leider sehr bitter auf das selbst da der konkurenzkampf riesengroß ist. finde ich irgendwie am ziel verfehlt, oder nicht?
    ich will außerdem nicht wissen wieviele im internet große töne spucken von wegen bedürfnisorientierter erziehung und zu hause dann doch anders handeln. im internet wird mehr geheuchelt als wahrheit erzählt, ist leider so.
    ich geb deshalb offen und ehrlich zu das ich es sehr schwer finde mein bedürfnis und das von elli auf eine gleiche ebene zu bringen. manchmal möchte ich mich auch nicht hinten anstellen sondern auch einfach mal nichts hören, nicht sehen und einfach in ruhe gelassen werden.

    aber solche gedanken wie du sie hier schilderst waren unter anderem auch anlass für meinen beitrag zum rythmus. es wird glaube ich nicht leichter je älter die kleinen werden...deshalb hier noch ein blöder spruch: kleine kinder kleine sorgen, große kinder große sorgen!! XD

    schicke dir liebe grüße

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  19. Dem stimme ich voll und ganz zu!! Darum meide ich solche Gruppen! Aber das Internet lässt einen Raum für solche "Sprüche". Wenn man jemanden so gemeine Sprüche oder absolut unverschämte Formulierungen drückt, sollte man sich schämen. Vor allem als Erwachsener. Ich wurde noch so erzogen dass man dem gegenüber Respektvoll behandelt. Aber hier im netz nimmt es manchmal auswüchse an, das ist so unbeschreiblich! Ich denke die meisten würden es nicht wagen das jemanden "Fremdes" auch so ins Gesicht zu sagen!
    GLG dany

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  20. du sprichst mir aus der Seele! Ich trage auch gern, aber bei den Temperaturen freue ich mich über den Kinderwagen ;)

    liebe Grüße Beate

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  21. Ich lese hier immer mit und eigentlich mag ich nie was sagen aber ich finde den Beitrag sehr gut wobei ich teilweise bei einigen Formulierungen doch wieder zwiegespalten bin. Ich habe versucht zu tragen aber bei dem Wetter is mir das zu warm und ich finde gegen einen wagen nix einzuwenden...mein baby schläft nicht nur in meinem Bett sondern auch mal in ihrem...und ich finde es auch ehrlich gesagt komisch dass sich so was wie eine Vereinigung bildet...jeder tut das was er für richtig hält und versucht sein bestes...mehr kann man einfach nicht tun. Und mir ist es ehrlich gesagt schnuppe ob jemand stillt oder lieber Flasche gibt (ich stille). Oder ob jemand sein Kind ausquartiert...ich mache es eben so wies mir passt und nur das ist wichtig...meinem Kind geht es gut, zumindest scheint es so, und man kann es eh nie allen recht machen...auf ratgebermeinungen kann ich gerne verzichten...wichtig ist nämlich das eigene erleben...darauf kommt es für mich an

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  22. Toller Bericht, erinnert mich irgendwie an den Cola-Mama Artikel den ich letztens gelesen habe.

    Wichtig ist doch eigentlich nur das "wir" also unsere Familie sich wohl fühlt mit dem wie es ist. Jeder den kleinst möglichen Kompromis eingeht und wir Glücklich sind. Den ist das nicht das Höchste Gut!?
    Und das nicht alles was ich tue gut für mich und meinen Tochter und meinen Mann ist weiss ich auch. Aber wir fühlen uns wohl!!!

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  23. das endet wohl nie,bin eine mutter um 50 also mit 2 erwachsenen kinder.auch bei mir gab es das schon und seid mal vorbereitet das endet nie.auch meine kinder haben bei uns geschlafen,haben sich gegen die brust entschieden.bloss was sie wenigsten wissen ist doch das man in dieser zeit den kindern nur das gefühl des vertrauens geben kann.egal wie.um die wahre persönlichkeit zu entwickeln bedarf doch die pupertät.gruss von helga noch ein wort an alle eltern lasst das bekämpfen

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  24. Genauso ist es.... Mütter sind mir meistens doch sehr suspekt.. eben wegen diesem Verhalten. Ich zum Beispiel habe meinen Sohn nicht gestillt (aber ich habe es probiert), er hat vom ersten Tag in seinem Bett in seinem Zimmer geschlafen, ich habe ihn nicht getragen, weil er wirklich nicht besonders toll fand. Und es war mir alles recht so. Wenn ein zweites kommen sollte, werde ich es nicht nochmal versuchen mit dem Stillen aber das Tragen werde ich nochmal versuchen.. Und dafür möchte ich nicht verurteilt werden genauso wenig verurteile ich... Naja wie du schon sagst außer rauchende,schlagende und vernachlässigende Eltern.

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  25. DANKE! Du sprichst mir aus der Seele und ich bin froh deinen wunderbaren Post gerade gefunden und gelesen zu haben!
    Viele Grüße Anny

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  26. gerade einmal seit 4 wochen bin ich mutter und du sprichst mir aus der seele, dieses ständige belehren unter müttern geht auch mir jetzt schon tierisch auf die nerven. es ist vollkommen egal was du tust, es wird immer jemanden geben der es scheinbar besser weiß. da muss man einfach drüber stehen. es gibt menschen die einfach den drang haben anderen zu sagen was sie falsch machen.
    du glaubst gar nicht wie die uroma geguckt hat als wir sie mit mika besucht haben und er in der wohnung im hochsommer kein mützchen auf hatte :-D

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  27. das trifft es auf den punkt. leider hatte ich erst beim zweiten kind soviel selbstbewusstsein meinen weg zu gehen ohne mich verunsichern oder belehren zu lassen.
    meine haare sträuben sich jedesmal wenn irgendjemand unter fotos ungefragt seinen senf dazu gibt ala "bitte nicht im ergo tragen, das ist gaaanz schlecht".
    jeder muss auf sein kind eingehen und da hat sich keine übermutter einzumischen. das macht mich wütend.

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  28. Danke für diesen post :-)
    Ich glaube du sprichst vielen aus dem herzen, nur die, die sich mal angesprochen fühlen sollten, die merkens wieder gar nicht.
    Weiter so.
    Martina

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  29. Super Post!
    genau so!

    lg sam

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  30. DANKE! Das hast du schön geschrieben. Ganz meine Meinung, ich hätte es nur nicht so schön schreiben können.

    LG

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  31. Ich sehe das genau so! Ich wußte gar nicht, dass es den Fachausdruck Attachment Peranting gibt...aber wir haben es genau so gemacht. Wir hatten ein Elternbett, anschließend ein großes Beitstellbett und Lotta schläft immer noch bei uns. Wir haben uns in der Schwangerschaft sehr viele Gedanken um all den Babykram gemacht und wollten das so gut es geht auf uns zukommen lassen und nach Bedürfnis und Bauch entscheiden. Das mache ich heute immer noch so. Ich versuche auch meine Intuition zu hören. Bloß nicht verkrampft etwas wollen (Essen, Schlafen, das ist ein weites Feld) und wir fahren sehr gut mit dieser Methode. Aber wie du schon geschrieben hast, das alles muss doch jeder für sich selbst entscheiden. Jedes Kind ist anders und hat andere Bedürfnisse. Schade, dass es da immer dieses "Das wäre aber besser...! Hmmm, ehrlich? Naaaja, ich weiß ja nicht..." gibt.

    Liebe Grüße
    Sabrina

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  32. Ich kenne auch als Nicht-Mami diese Besserwisserei und dieses ewige Verurteilen! Mach dir nichts draus! Es lässt sich nicht ändern!
    Ich finde, dass du dich damit auseinandersetzt zeichnet dich als gute Mutter aus, also was will man mehr?
    Mach weiter so wie dein Bauch/Herz es dir sagt!

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