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Stark sein



Jetzt bin ich schon fast 3 Monate Mama und ich glaube ich mache meine Sache bis auf wenige Ausnahmen ganz gut. Mein großes Mama-Vorbild ist ganz klar meine eigene Mutter. Auch wenn sie es selbst vielleicht nicht so sieht, finde ich, dass sie ihren Job super gemacht hat. Klar gab es mal Zeiten in denen wir uns nicht so gut verstanden, aber die Guten überwiegen haushoch.

Was ich als besonders eindrucksvoll empfinde/empfand, ist ihre Stärke, sie war und ist immer mein Fels in der Brandung. Ich wusste immer, wenn etwas ist finde ich bei ihr Halt. Auch wenn es ihr selbst nicht so gut ging, durfte ich mich immer an ihrer Schulter ausweinen und hat sie mich mit ihrer Ruhe getröstet.

So eine Mama wäre ich auch gerne, aber zurzeit tue ich mich noch oft schwer damit stark zu sein, zu oft fühle ich mich selbst noch schwach und wünsche mir die Schulter meiner Mama zurück.

Vorgestern war so ein Tag, ein ganz ganz schwacher Moment. Die Nacht war schon bescheiden, Martha war total unruhig und drückte schon den 5ten Tag in Folge erfolglos an einer vollen Windel rum, mehr als 20min Schlaf am Stück bekam ich nicht. Dann ist sie auch noch –was sie sonst nie macht- weinend erwacht. Da war mein Tag schon halb gelaufen. An der Brust wurde dann gebrüllt und nicht ordentlich getrunken, noch sowas, was schrecklich viele Nerven kostet. Als sie dann auf dem Rückweg vom Einkaufen im Auto anfing rumzubrüllen weil sie so übermüdet war, wars bei mir vorbei. Als wir zuhause waren bin ich aus dem Auto gestürmt, hab Martha ihrem Papa überlassen, mich ins Bad eingeschlossen und selbst geweint bis mir die Augen brannten.
Als ich dann zurück ins Wohnzimmer kam hatte sich Martha wieder beruhigt und sah mich mit großen Augen und traurigem Blick an, als wollte sie sagen „Tut mir leid Mama“ und ich blickte mit demselben Blick zurück und sagte: „Tut mir leid Martha“

Und wie es mir Leid tut…dass ich nicht stark genug bin ihr weinen zu ertragen, ihre Sorgen zu nehmen, dass ich selbst die Nerven verliere wo sie doch einfach nur Halt braucht, meine Nähe spüren will.
Aber ich glaube es ist normal, auch als Mama braucht man Zeit in seine neue Rolle rein zu wachsen und ich hoffe, dass ich in den Momenten in denen mich Martha ganz besonders braucht auch trotz meiner kleinen Schwächen für sie die Starke bin.

Kommentare:

  1. DAS haben wir doch sicherlich alle schon miiiindestens einmal erlebt.

    Und das ist vollkommen ok so!
    Auch die Nerven einer Mama haben irgendwo ein Ende. Bei der einen eher - bei der anderen später ;)


    fühl dich gedrückt.... ;)

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  2. So ist das halt manchmal. Auch Eltern dürfen überfordert sein und das ist völlig legitim!
    Keiner verlangt, dass man als Mama oder Papa immer ruhig und gelassen bleibt. Solche Nächte schlauchen immens und bleiben selbstverständlich nicht ohne Spuren. Gut, wenn wenigstens immer einer von beiden einen ruhigen Kopf behalten kann, da hast du ja auch gute Unterstützung!

    Mach dir nicht so einen Kopf, es ist normal auch mal fertig zu sein. Genauso normal ist es, sich hinterher Vorwürfe deswegen zu machen.

    Manches kann man eben nicht ändern, sondern muss es akzeptieren wie es ist.

    Nichtsdestoweniger viel Kraft dir!

    Lieben Gruß
    Jörn

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  3. *tränchenausdenaugenwisch* Auch eine Mutter/ein Vater ist nur ein Mensch. Mit allen Stärken und Schwächen.
    Hast du mal deine Mutter gefragt, wie oft sie sich klein und schwach gefühlt hat und wie oft sie an ihrer Aufgabe als Mutter verzweifelt ist? Bestimmt tausende Male. Man muss nicht immer stark sein. Man kann nicht immer stark sein. Auch ein Kind darf das merken: "meine Eltern sind Menschen, keine Maschinen."
    Drück dich. Du bist eine tolle Mutter. Rede dir nichts anderes ein.

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  4. Glaub mir, die Stärke liegt auch manchmal darin, einfach kurz wegzugehen. Einmal tief durchatmen, weinen, Kräfte sammeln...nenn es wie du willst. Auch wenn du dir in diesem Moment schwach vorkamst, bist du es in Wahrheit nicht gewesen!

    GLG Mandy

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  5. Schau mal, das habe ich grade zum Thema geschrieben: "Tipps für Erstlingsmamas" (auch zum Thema "überfordert sein" "keine Nerven mehr" ect.)

    http://blogprinzessin.de/2013/03/tipps-fuer-erstlingsmamas/

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  6. Völlig nachvollziehbar!

    Du solltest Dir keine Schuldgefühle machen, Martha hat es bestimmt kein bisschen geschadet.

    ... Solche Situationen gehören dazu und ich finde es total toll, wie offen und ehrlich Du über Deine Gefühle schreibst!!! ```

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  7. Es heißt doch so schön...man wächst mit seinen Aufgaben.
    Man kann wirklich nicht immer stark sein. Es gehört aber auch ganz viel Stärke dazu, sich den Moment zu nehmen um wieder zu sich zu finden. Und glaub mir...solche Badezimmermomente hatte ich auch schon des Öfteren. ;)
    Du bist trotzdem eine tolle Mutter! Und Eltern die erzählen, dass ihnen so etwas noch nie an ihr Limit gekommen sind, schummeln! ;)
    Ich wünsche dir ganz viel Kraft und vor allem Schlaf! :)
    Liebe Grüße,
    Jacqueline

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  8. stark sein bedeutet auch sich einzugestehen das man nicht immer stark sein kann.
    das musste ich in den letzten zwei wochen auch erst lernen :)

    fühl dich gedrückt.

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  9. Warum machst du dir eigentlich Vorwürfe? Du hast nichts gemacht, was deinem Kind geschadet hat! Im Gegenteil: Ich finde, du hast die einzig richtige Entscheidung getroffen. Wie viele vor mir schon angeführt haben, bist du selbst "nur" ein Mensch und solche Nächte schlauchen. Zudem bist du nicht allein für sie da. Du hast dich zurück genommen, um wieder zu dir zu finden und hast deinen Schatz dafür einer Person deines Vertrauens übergeben. Was also sollst du falsch gemacht haben?

    Ich finde es mutig, dass du so ehrlich über deine Erfahrungen und Gefühle schreibst. Es ist in der Tat eine außergewöhnliche Zeit. Auch deshalb musst du dir keinerlei Vorwürfe machen, denn du scheinst eine großartige Mama zu sein. Auch deine Zweifel und deine Ängste bestätigen das.

    Ich wünsch dir alles Gute! Lass dich nicht unterkriegen!

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  10. Sowas kann mal passieren...
    Besser weinen als das was manche eltern machen lämlich die kinder einfach anbrüllen...

    Ich finde du hast auch diese Situation gut gemeistert...
    Jeder brauch zeit um in seine Aufgabe rein zu wackzen...

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  11. Kopf hoch Du schaffst das!

    Da kommen bei mir viele Erinnerungen hoch, der Große hat sich durchs erste Lebensjahr geschrien ....

    Sorge gut für Dich + schaffe Dir Freiräume.

    Ganz lieber Drücker von der Martina

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  12. Du warst doch stark! Stark genug zu erkennen, dass du ihr grad keine Hilfe bist in diesem Zustand. Stark genug sie dem Papa zu überlassen und deine Emotionen rauszulassen ohne dass sie davon verängstigt wird. In meinen Augen ist das auch Stärke!

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  13. Könnte aus meiner Feder stammen. Auch ich bin Mutter eines Jungen der bald 3 Monate alt ist. Und auch ich habe im Bett schon geweint und bin zur Tür raus. Danach fühlt man sich elend, aber wie oben schon ganz häufig erwähnt: es gehört dazu. Es ist eine neue Rolle und in die muss man sich erst reinwachsen. Ich muss mir das immer ganz fest sagen. Und: es ist alles nur eine Phase. :)

    Ich fühl mit dir und finde es toll, schreibst du so offen über deine Gefühle. Das tut vielen Mamis echt gut, denn darüber reden die meisten nicht gerne. Und dann fühlt man sich noch schlechter, weil man das Gefühl hat, nur bei einem selbst passiert das. Dabei ist es normal.

    Danke dir.

    Claudia

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  14. Ich finde eigentlich, dass du trotzdem Stärke gezeigt hast, gerade in dem Moment, als du Martha abgegeben hast an ihren Papa und dich zurückgezogen. Es gibt auch Eltern, die ihre Kinder in solchen Momenten schütteln, was ja schlimme Folgen haben kann, oder sonst wie unangemessen reagieren. Wenn du merkst, dass es grad nicht mehr geht, und einen Ausweg suchst, dann ist das ja wohl völlig legitim. Besser als wütend bei dem Kind zu bleiben, das bringt auhc niemandem etwas. Und wie du schon schreibst, auch ud musst ja erst in die Rolle hineinwachsen. Das braucht Zeit, aber worüber du so berichtest, und dass du dich auch kritisch damit auseinandersetzt, was du vielleicht falsch machst, ist doch die beste Voraussetzung.

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  15. Auch Mütter haben das recht zu weinen! Wir können halt nicht immer alle Launen aushalten. Und gerade wenn man sowie so schon gereizt und übermüdet ist, tut man sachen auf die man nicht immer so stolz ist. Aber das macht nichts!! Auch Mütter sind nur Menschen und deshalb drücke ich dich und spreche dir ganz viel Stärke zu! Ich schick dir leibe Grüße Dany

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  16. Was für ehrliche Worte! Kein Mensch der Welt ist zu jeder Zeit stark und das ist auch sehr gut so.
    Ich wünsch euch was!

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  17. Ich finde dich so wahnsinnig ehrlich und das macht dich Stark! Es ist doch ganz normal und überhaupt nicht schlimm, du solltest dich nicht schlecht fühlen!!
    Ich lese gerade ein unglaublich tolles Buch:
    "Unter dem Herzen" von Ildiko´von Kürthy.
    Vielleicht liest du dich mal mein Amazon ein. Sehr schön erfrischend und ehrlich und so herrlich ironisch!

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  18. Du bist stark! Ich habe Zwillinge, die 7 1/2 Monate alt sind. Beide zahnen im Moment. Das ist nicht schön und kostet mich so viel Kraft. Man kann es ihnen nicht abnehmen und leidet mit. Letzte Woche hat Helen geweint, geschrieen und mich, sich und das Bett vollgespuckt. Silas hat Gott sei Dank tief und fest geschlafen. Ich war alleine und wenn er auch noch geweint hätte... Was habe ich getan? Ich habe einfach nur mit geweint. Irgendwann ist Helen erschöpft in meinem Arm eingeschlafen. Es ist gut, wenn du weinen kannst. Das entlastet so sehr und du hast ein Recht darauf. Ja, du bist jetzt Mama. Du erträgst jetzt vielleicht mehr. Deine Grenzen hast du aber immer noch.
    Alles Liebe! Du machst das toll!!
    Grüße, Iris

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  19. Auch deine Mutter wird diese Momente gehabt haben ;0)

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