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weiblich

Heute ist Weltfrauentag, egal ob im Radio, im Fernsehen oder in der Zeitung, überall hört und ließt man davon, jedes Jahr aufs Neue. Ich muss zugeben, dass dieser Tag in den letzten Jahren einfach an mir vorbei gerauscht ist und ich mir nicht viele Gedanken darüber gemacht habe. Dieses Jahr habe ich aber mal ein bisschen gegrübelt, auch angeregt von einem Interview im letzten Stern mit Ursula von der Leyen (Bundesministerin), Margarete Koppers (Polizeipräsidentin), Karin Beier (Theaterintendantin) und Christine Bortenlänger (Börsen-Vorstand), vier Frauen die sich in Männerdomänen durchgesetzt haben und Karriere machten. Es ging um ihren Weg nach oben und ihre Probleme, über die Frauenquote und Frauen in Führungspositionen und war wirklich super interessant. Dann habe ich noch ein bisschen gegoogelt, seit wann es den Weltfrauentag schon gibt, warum er eingeführt wurde und was in den letzten 100 Jahren schon alles erreicht wurde.

Trotz aller Probleme die es heute immer noch gibt im Bezug auf die Gleichberechtigung, können wir uns glücklich schätzen in einer Zeit und einem Land zu leben in der wir wählen gehen können, unseren Wunschberuf frei ausüben  und über unseren Körper selbst bestimmen dürfen, alles Dinge die mutige Frauen in den letzten 100 Jahren für uns erkämpft haben und die lange nicht selbstverständlich waren.
Trotzdem gibt es noch viel wofür WIR heute kämpfen müssen, für unsere Töchter und Enkelinnen.
Ich bin schon froh in einer Branche zu arbeiten in der hauptsächlich Frauen arbeiten, Ungleichbehandlung habe ich deshalb noch nicht erfahren müssen, aber ich weiß auch, dass das nicht immer so bleiben wird. Ich möchte Karriere machen, will hoch hinaus und werde wahrscheinlich spätestens nach dem Studium an die ersten Grenzen stoßen.

Ich wünschte mir, wir würden in einer Welt leben in der Frauen das gleiche zugetraut wird wie Männern, in der gleiche Arbeit gleich vergütet wird und in der Männer und Frauen, egal wie sie hierarchisch zueinander stehen, sich gegenseitig mit Respekt behandeln.
Eine Welt in der Männer sich nicht minderwertig fühlen wenn die Frau mehr verdient und es selbstverständlich für sie ist auch mal einige Zeit bei den Kindern zuhause zu bleiben.
Eine Welt in der Frauen nicht auf ihr Äußeres reduziert werden und in der sich Frauen nicht gegenseitig den Weg nach oben verbauen.
Ich wünsche mir Partner die unterstützen, Familien die fördern und Frauen die den Mut haben ihren Weg zu gehen.
Ich wünsche mir Betriebskindergärten und eine leichtere Vereinbarkeit von Kindern und Karriere.
Ich wünsche mir, dass auch Mütter und Hausfrauen wieder mehr Wertschätzung erfahren für den Weg den sie gewählt haben.
Ich wünsche mir, dass Frauen und Mädchen auf der ganzen Welt die Chance haben eine Schule zu besuchen, das sie frei entscheiden dürfen wen sie wann heiraten wollen und das niemand wegen seines Geschlechts anders behandelt wird.

Ich hoffe sehr, dass ich das noch irgendwann erleben darf....

Kommentare:

  1. Sehr schön geschrieben, du sprichst mir aus der Seele.
    Aber bis Wir wohl da angekommen sind wird wohl noch einige Zeit vergehen müssen, bis Männer sich nicht minderwertig oder entmannt fühlen wenn Wir Frauen/Partnerinen mehr verdienen. Wen man heute schon so einen Freund/Mann hat, der ohne Probleme auch mal einen Schritt zurück treten kann und sich gerne um die Kinder kümmern würde kann man sich wirklich glücklich schätzen <3

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  2. Toller Beitrag. Und ich hoffe und wünsche mir auch, dass du und die Frauen deiner Generation das alles erleben werden. Vielleicht erleben das eine oder andere auch noch wir älteren Frauen.

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  3. Mütter, Töchter, Schwestern, Freundinnen...die Frauenlinie hat ja für dich eine besonders große Bedeutung im Augenblick. Schön, dass daraus einen Frauentagspost entstand!
    Danke sagt Birgit

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  4. Schöner Post! Kann ich voll und ganz unterzeichnen.

    LG

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