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Zwischen Nählust und Lernfrust

Alle 6 Monate wieder ist es soweit: Die Klausuren stehen vor der Tür! Das bedeutet dieses Semester 10 Klausuren bis Anfang Februar. Beim Lernen entscheidet es sich dann: War man oft genug in der Vorlesung? Hat das stricken nicht zu sehr abgelenkt? Wird man wegen diesem Fach noch einen Nervenzusammenbruch bekommen oder bleibt man cool?
Ein Nervenzusammenbruch hat sich zwar zur Zeit noch nicht angekündigt, aber einige Wutausbrüche...über schwachsinnige Dinge die man lernen muss, über fehlende Skripte der Professoren, aber am meisten über mich selbst.
Eigentlich wollte ich schon an Weihnachten anfangen mit dem lernen, aber gerade mal eine Vorlesung konnte ich zusammen fassen, dann wurde ich krank und fiel erst mal eine Woche aus. Kaum war ich gesund saß ich wieder pflichtbewusst am Schreibtisch....und starrte die Wand an, drehte Däumchen, laß unauffällig Zeitung und suchte im Internet nach neuen Stoffen. Denn auf eines kann ich mich verlassen: Sobald ich eigentlich andere Aufgaben zu erledigen habe, kehrt schlagartig meine Kreativität zurück.
Momentan stehen auf meiner to-sew-Liste: ein Mantel mit Spitzenkragen, ein Kleid mit tiefem Rückenausschnitt, ein Sommerkleidchen und das Abiballkleid für Cynthia, außerdem noch ganz viele kleinere und größere Projekte.
Trotzdem weiß ich, dass die Staubschicht auf meiner Nähmaschine auch im nächsten Monat nicht geringer wird und das einfach kein Weg am lernen vorbei führt.
So saß ich dann am Wochenende hier und QUÄLTE (!!!!) mich durch Technische Textilien, zum Glück mit dem doch ganz beglückenden Ergebnis, dass die Vorlesung eigentlich gar nicht so schwer war und es nicht schlimm war, dass ich nur 2 mal anwesend war (Montagmorgens um 8Uhr ist doch wirklich unmenschlich).
Ich dachte dieses Erlebnis würde mir etwas Auftrieb geben, aber jetzt sitze ich wieder hier und schreibe diesen Artikel, obwohl eigentlich Arbeits- und Sozialrecht auf mich wartet, aber eigentlich müsste auch mal jemand spülen, und die Wäsche wurde auch schon lange nicht mehr gewaschen, und wollte ich nicht noch zu Ikea solange es die Knut-Angebote gibt, achja und was soll ich heute Mittag nur kochen, wenn ich noch kaufen gehen muss, muss ich erst mal duschen, dann kann ich auch in einem das Bad putzen...so geht das in meinem Kopf den ganzen Tag während ich mich krampfhaft an meinen Lernunterlagen festhalte. Das Lernen und Ich, wir sind wie zwei gleich gepolte Magnete, wir stoßen uns solange ab, bis der Druck zu groß wird und uns zusammendrückt.
Ich wünschte es gäb fürs lernen einen kleinen leeren Raum, mit nichts drin außer einem Schreibtisch mit einem unbequemen Stuhl und den Lernunterlagen, vor der Tür müssten Wachen stehen, die einen erst wieder raus lassen wenn man seine Aufgaben erfüllt hat...das wärs!

Kommentare:

  1. So ähnlich geht es mir gerade auch *drück*
    Seit dem 03.01. schreibe ich Klausuren. 7 Stück, 9 Fächer bis zum 17.01. Von letzten Freitag bis Mittwoch habe ich allein 5 mit 6 Fächern geschrieben und muss mich heute zum Lernen für die letzten beiden Fächer des Moduls irgendwie motivieren. Stattdessen surfe ich oftmals lieber im Netz, habe natürlich zu spät angefangen (wie immer ;)) und werde ebenfalls sehr kreativ, vor allem weil ich wegen Handüberlastung lieber nicht stricke, nähen dauert zu lange und mein größter Wunsch nähen und stricken gerade eben ist ;) Na ja nächsten Dienstag ist ja dann alles vorbei...

    LG Christiane

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  2. Ich musste heute meine Diplomarbeit abgeben... dass war echt ein krampf- zuerst habe ich alles vor mich hin geschoben und auf einmal wird einem alles viel zu knapp und bekommt zeitdruck.. Nur ich habs ja echt versucht mich des öfteren vorn PC zu setzen, doch bei jeder kleinsten Ablenkung war ich wieder mit den Gedanken wo anders! Im Endeffekt habe ich nun paar Nächte zum Tag gemacht und muss jetzt jede Menge schlaf nachholen und ärger mich über mich selbst warum ich nie rechtzeitig mit etwas beginnen kann... *GG*

    lg Manu

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  3. Ach, Svenja, soll ich dir einen Wächter nach Köln schicken, der aufpasst, dass du lernst?
    Das wird schon - Kopf hoch und den Mut nicht verlieren.

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  4. Oh man das kenn ich... Mir hilft es immer, wenn ich mir dann was leckeres zu trinken mach, mich in ruhe hinsetze und mir vornehme, die nächsten zwei stunden wirklich nur die eine sache zu machen. Und das stolze Gefühl danach ist die Quälerei dann auch meistens wert ;)

    http://svenjataviundco.blogspot.com/

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