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Wenn aus Büchern Filme werden

Ich sage es gleich vorweg: ich halte nicht viel von Buchverfilmungen, das war schon immer so, aber der letzte Kinobesuch hat meine Meinung nur wieder bestätigt. Was waren Esther und ich wohl gucken? Natürlich Breaking dawn, der 4te Teil der "Biss"-Reihe.
Ich muss zugeben, ich liebe die Bücher, auch wenn sie eigentlich gar nicht zu meinem sonstigen Buchgeschmack passen. Von der unrealistischen Teeniegeschichte mal ganz abgesehen, liebe ich einfach die Schreibweise von Stephenie Meyer, wie sie es schafft die intensivsten Gefühle, Liebe, Angst und Trauer, einem so nahe zu bringen, dass man vollkommen in diese Welt eintaucht. Es ist vielleicht etwas peinlich, aber wenn ich den ersten Band lese, "verliebe" ich mich immer wieder in Edward, an besonderen Stellen entweicht mir auch leider immer wieder ein Kichern oder Quietschen, zur Belustigung meines Freundes. Aber diese Gefühle bringt der Film einfach nicht rüber (es gibt eh kaum einen Film der es schafft solche Gefühle zu vermitteln), schneidet man dann noch wichtige Szenen raus oder verändert sie, bleibt einfach nur ein Teenie-Liebesfilm mit Vampiren und Werwölfen.
Aber noch schlimmer finde ich, dass wenn man einmal einen Film gesehen hat, sich die eigenen Bilder der Figuren unwillkürlich in die Schauspieler verwandeln. Bei Twilight ok, ich will nichts gegen Robert sagen ;-), aber bei  Harry Potter fand ich das schrecklich. Ich habe die ersten Bücher schon gelesen lange bevor der Hype ausbrach, so mit 11/12, und ich muss zugeben, ich war total verschossen in Harry! Und dann kommt der Film und der Schauspieler hat so gar nicht meinen Vorstellungen entsprochen, da konnte ich Harry nur noch mit anderen Augen sehen.
Aber das schlimmste was je einem Buch angetan wurde, ist immer noch die Verfilmung von "Die Frau des Zeitreisende", traurig genug das man bei dem Buch Päckchenweise Tempos verheult und es kein wirkliches Happy End gibt, aber dann im Film das Ende umzuwandeln (bzw. den traurigen Teil abzuschneiden) nur um ein Hollywoodmäßiges Ende zu zaubern, machte mich rasend als ich den Film sah.
Ich überlege dann auch immer, wie wohl der Film auf mich wirken würde, wenn ich das Buch nicht kennen würde, aus diesem Grund habe ich mir auch verboten Bücher zu lesen NACHDEM ich zuerst den Film gelesen habe, besonders wenn mir der Film gefallen hat, also Sorry Stephen King und Hunter Thompson, The Shining und Fear and loathing in las vegas werde ich wohl niemals lesen!

Was haltet ihr von Buchverfilmungen? Welche sind top, welche flop?

Kommentare:

  1. ...ich guck mir keine filme mehr an, wenn ich das buch schon gelesen habe. das endet meistens furchtbar;-)
    ich fand damals ganz doof "gottes werk und teufels beitrag" - das buch finde ich super und den film konnte ich nicht mal zu ende ansehen.
    ich glaube, das liegt daran, daß man sich beim lesen seine eigenen bilder malt und die werden dann durch den film "zerstört". wenn die handlung dann auch noch geändert wird, kann man`s halt vergessen:-)
    liebe grüße,
    susanne

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  2. Mir geht es ähnlich und ich glaube, es ist auch die allgemeine Meinung von Fachkundigen. Erstaunlich ist dabei allerdings, dass eine grosse Anzahl Filme, die heute produziert werden, auf Büchern basieren. Aber ich glaube, es gibt schon Ausnahmen: The Reader fand ich z.B. sehr ergreifend. Vielleicht war das aber auch, weil ich Kate Winslet super finde:-)
    Forrest Gump ist mein Lieblingsfilm und basiert ebenfalls auf dem gleichnamigen Roman. Oder Great Expectations finde ich als FIlm auch sehr toll.

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  3. Ich trenne mittlerweile Filme & Bücher voneinander.
    Leider werden die Buchverfilmungen einem ja nie gerecht & eine Enttäuschung ist in den meisten Fällen vorprogrammiert. Aber ich schau mir trotzalledem gerne Buchverfilmungen an & versuche es dann einfach als "Film" & nicht mehr zu sehen. Ist nicht immer einfach, da ja meistens doch recht viel ver- & geändert wird oder Szenen rausgeschnitten werden.

    Aber ich kann dich trotzdem gut verstehen!
    Liebste Grüße
    Nadja

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  4. Kenne ich das Gefühl. Ich hatte Harry auch gelesen BEVOR der Hype losbrach. Die Filme fand ich nicht besonders. In einem Film die Fantasie von geschriebenen Worten umzusetzen ist eh schwierig. Das ist ja das spannende am Buch, jeder liest was anderes egal wie es umschrieben wird ;)
    Relativ gut umgesetzt, da sehr schwierig zu fassen, fand ich den Herrn der Ringe. Die Charakter waren meiner Meinung nach recht gut getroffen, gut einiges weggelassen auch an wichtigen Stellen wo man doch das Buch gelesen haben sollte aber doch relativ wenig enttäuschend. Absolut überrascht war ich beim Film "Phantom der Oper". Nachdem ich den Film gesehen hatte, habe ich mir das Buch gekauft und das war total anders. Gut, man hat dann manche Passagen aus dem Film verstanden aber irgendwie war die Charakterzeichnung im Buch vom Phantom wesentlich gruseliger als im Film. Eindeutig Buch gesiegt, aber die Musik liebe ich trotzdem davon ;)

    LG Christiane

    P.S. Eigentlich wollte ich den 4. Teil ansehen, aber ich habe schon mehrere schlechte Kritiken gehört. Mhm... Gespannt bin ich auf die Panem-Verfilmung, die Bücher sind sooo toll.

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  5. Die Millenium-Triologie fand ich sehr gut verfilmt.
    Als junges Mädchen habe ich "Vom Winde verweht" gelesen und später auch den Film gesehen. Ich habe meiner Schwester im Kino andauernd gesagt, welche Personen und welche Handlungen fehlten.
    Ebenso enttäuschend "Die Dornenvögel". Pater Ralph - das war ein ganz anderer Typ als der Schauspieler, der ihn in der Serie spielte.
    Und ich muss dir Recht geben - ich lese kein Buch mehr, wenn ich den Film dazu vorher gesehen habe. Und finde es traurig, dass alles verfilmt werden muss. Kopfkino ist doch so was schönes.

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  6. Ich weiß noch wie enttäuscht ich als Kind war, als ich Asterix und Obelix das erste Mal im TV gesehen habe. In meiner Fantasie hatten die beiden ganz andere Stimmen.
    Meiner Meinung nach (es gibt aber viele anderer Meinung) ist die Verfilmung von Kluftingers zweiter Fall "Erntedank" sehr gut gelungen.
    Aber prinzipiell kann eine Verfilmung nie mit der Fantasie und den Bildern im Kopf mithalten, die man hat, wenn man ein Buch liest.
    LG
    Petra

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  7. Ich glaube, das Problem ist unlösbar. schließlich hat jeder seine Phantasie, die sich aus Wünschen, Erlebten, Gehörtem usw zusammensetzt. Selbst wenn der Drehbuchschreiber Zugriff dazu hätte, eine Geschichte daraus zu bauen, die Leinwandlänge hat, trotzdem eine geschlossene Handlung UND trotzdem keinen wichtigen Teil vergisst... Unmöglich!?
    Ich schaue mir kaum Filme an, deren Bücher ich kenne. "Zusammen ist man weniger allein" war einer der letzten. Alleinig stände der Film gut da. Wenn man das Buch kennt (und blöderweise auch all die andern Anna Gavalda Bücher) ist er plump, platt und beliebig... Ich hab mich mit abgefunden ;-) Immerhin gibt es genug gute Filme ohne Buchhintergrund.

    Liebe Grüße,
    Pauline

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  8. Lange Zeit ging es mir auch so, ich war häufig enttäutsch von den vielen Literaturverfilmungen. Aber irgendwann bin ich zur Einsicht gekommen, dass es in einer Bücherverfilmung darum geht ein Buch zu verfilmen, sondern ein neues Werk zu schaffen. Es ist quasi eine Weiterentwicklung des Buchs. Die Version des Regiseurs, wie er das Buch wargenommen hat und wie er es umgestalltet hat. Ganz erlich, jeder denkt sich bei den Büchern doch auch seinen Teil? Ebenso ist es mit Neuverfilmungen von Filmen. Man will den Film oder das Buch nicht kopieren, sondern weiterentwickeln, es zu etwas eigenem machen.

    Liebe Grüße,
    Callisto

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  9. Ich mag Buchverfilmungen auch nicht so gerne, aber man schaut sie sich halt an, weil man wissen will, was aus dem Buch geworden ist, obwohl man doch genau weiß, dass der Film nie an das Buch rankommen wird. Einzige Ausnahme für mich: Carrie von stephen King, das Buch ist beschissen :D

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