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Sternstunden des Glamours


Am frühen Donnerstagabend nutzten wir den "langen Donnerstag" im Museum Ludwig und besuchten dort die Sonderausstellung "Sternstunden des Glamours".
Ganz oben in einem kleinen Zimmerchen hängen 56 Fotografien bedeutender Mode- und Portraitfotografen, Irving Penn, Horst P. Horst, Edward Steichen, Cecil Beaton, Philippe Halsman und Richard Avedon.

Die Bilder zeigen Frauenportraits und künstlerische Modefotografien. Die schwarz-weiß Bilder zeigen ein ausserordentliches Gespür für Licht und Schatten, Perfektion bis ins letzte Detail.

Die Fotografie profitiert von der expandierenden Presse, sie löst die Modezeichnungen ab, und markiert so den Anfang der Modefotografie.

Alle Künstler fotografierten für die "Vogue", "Harpers Bazaar", "Vanity Fair" oder "Madame".

Eines der bekannteren Bilder ist wohl das Model zwischen den Elefanten: Dovima von Richard Avelon, 1955,  keine Fotomontage denn das lies die Technik kaum zu, auch die Tatsache, dass es von diesem Motiv mehrere Bilder gibt, und das Model auf einem Bild auch eine schwarze Schleife trägt. Erstmals können Bewegungen erfasst werden. Die Bilder wirken nicht mehr allzu statisch, auch der Hintergrund hat sich seit den Dreisigern verändert, aktiv und mit Bedeutung, nicht mehr nur Leinwand.
ganz links Dovima für Dior

Im Gegensatz dazu das "Corset" von Horst P. Horst (eigentlich Bormann, verwendete ein Pseudonym um nicht mit dem Nationalsozialisten Martin Bormann in Verbindung gebracht zu werden). Das Korsett leicht geöffnet, soll es die Befreiung der geschnürten Frau symbolisieren, bewegungslos und perfekt in Szene gesetzt, von 1939.

Horst P. Horst, "Corsett", 11. September 1939


Diese kleine Ausstellung zeigt nicht nur Modefotografien, sondern die Ersten, von den Erfindern der Modefotografie.

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