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Zurück zu den Wurzeln

Ich liebe es auf Flohmärkten zu kaufen: Möbel aus den 50ern, Lampen aus den 60ern, Ledertaschen aus den 70ern. So wie mir geht es immer mehr jungen Menschen.  Was früher noch den etwas schmuddeligen Namen Second Hand hatte, nennt sich jetzt Vintage und ist dank Kate Moss und Sienna Miller salonfähig geworden. Dass die Mode immer wieder Details der vergangen Jahrzehnte aufgreift beobachtet man eh immer wieder, aber ich finde dieser Retrotrend geht weit über Mode und Einrichtung hinaus in das Leben der Menschen hinein.  Immer mehr junge Menschen interessieren sich fürs Kochen, Nähen, Stricken und andere Handarbeiten, die von früheren Generationen immer mehr vernachlässigt wurden. In unserer schnellen Zeit, wo man sich an jeder Ecke etwas ungesundes zu Essen kaufen kann und Shirts schon für ein paar Euro in Billigläden bekommt, wenden sich Menschen ab und nehmen etwas Geschwindigkeit aus ihrem Leben, indem sie sich Zeit lassen um etwas mit ihren eigenen Händen zu schaffen, sei es ein tolles Menü mit Gemüse vom Markt, ein selbstgestrickter Pullover oder ein selbst angelegtes Gemüsebeet auf dem Balkon.

Ich backe zum Beispiel mein Brot selbst, denn der Moment in dem der Teig aufgeht, und das Brot aus dem Backofen seinen Duft verströmt, möchte ich einfach nicht missen.
Dem Leben Gefühl zurückgeben, dem Leben Gelassenheit gönnen.
Es ist wie bei den Indianern, die sich nach einem schnellen Ritt zu Pferd auf den Boden legen, dass ihre Seele sie wieder einholt.
Vielleicht ist das auch ein Grund, warum der Vintage-Trend gerade so angesagt ist, weil wir uns nach einer ruhigeren, nicht so stressigen Zeit sehne.
Wie nehmt ihr Geschwindigkeit aus eurem Leben?


Kommentare:

  1. Wir haben ein süßes kleines Kräuterbeet auf unserem Balkon, kochen ständig mit frischem Gemüse oder auch frischer Pasta (Convienence kommt nicht ins Haus!) und natürlich nähe und stricke ich :) Achja, ich bin zudem auch Stammgast in Second Hand Läden und Flohmärkten! Ich verstehe dich also voll und ganz...

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  2. Mit einem guten Buch und leider viel zu selten. Und mit guten Gesprächen.
    Der Text ist übrigens sehr gut und regt zum Nachdenken an.

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