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Seide

Sie ist eine der edelsten Materialien schlechthin: Die Seide.
Echte Seide kommt von Maulbeer bzw. Tussahraupen. Sie verpuppen sich mit einem feinen Faden den die Raupen in Drüsen bilden, der Seidenfaden. Haben sie sich vollständig verpuppt werden sie zur Seidengewinnung mit heißem Dampf noch in den Kokons getötet und der feine Seidenfaden abgehaspelt. Aus diesen Fäden entstehen die feinsten Seidengewebe. Bei Wildseide werden die Raupen nicht abgetötet, sondern schlüpfen aus ihrem Kokon, dabei zerstören sie teilweise die sehr langen Seidenfäden. Dadurch entsteht die etwas unregelmäßige Struktur mit kleinen Dickstellen.

grobe Wildseide
Seide ist eine vielseitige Faser die vor allem durch ihre Ausrüstung so variabel genutzt werden kann. Das natürlichste Gewebe der Seide ist Chiffon, knitterarm und dünn. Das Besondere an Seide ist das Erschweren, hierbei werden Metallsalze und Kunstharze in die Faser gearbeitet (was leider auch zu hoher Abwasserbelastung führt), dadurch kommt es zu sehr viel höheren Gewichten, und somit zu einem ganz anderen Fall. Das wird in Stoffen wie beispielsweise der Dupionseide deutlich, ein schweres Gewebe, mit harten Falten und dem Hang zu knittern.
 Die Seide ist somit wohl die Faser, deren Fasern am vielfältigsten nutzbar sind. Je höher die Knitterneigung desto höher der Grad der Erschwerung.

Seidenchiffon

Bei der Verarbeitung ist auf einiges zu achten: Beim Bügeln sollte Dampf vermieden werden, gerade wenn man noch nicht weiß ob das Teil noch geändert werden muss, denn wenn einmal ein fester Bruch in Seide eingebügelt ist, bekommt man ihn nicht mehr richtig heraus. Gerade bei changierender Seide ist eine aufgetrennte Naht oft sichtbar, die Nadel hat die Fasern beiseite geschoben, und somit verändert sich die Farbe. Da gibt es einen ganz einfachen Trick, ganz wenig Krauseminze, aus der Apotheke, auf ein Wattestäbchen, hier ist wirklich Vorsicht geboten, denn diese ist auch ein bisschen fettig, die Nahteinstiche etwas betupfen und dann bügeln, trocknen, gegebenfalls etwas Dampf. Die Krauseminze lässt die Fasern aufquellen, dadurch können Nahtlöcher deutlich verkleinert werden.
Dupionseide: fester Griff, matter Glanz, leichte Struktur 

edle Duchess-Seide: perfekt für Brautkleider

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