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Neue Maschine




Meine Großeltern hatten von meiner Großtante noch eine Tretmaschine auf dem Boden, und fragten mich ob ich Interesse daran hätte. Keine Frage! Kurzerhand wurde ein Ausflug nach Süddeutschland geplant und die Maschine abgeholt.
Ich schloss den Schrank auf klappte die Maschine aus, und hervor kam, eine schwarz goldene Maschine, mit silberner Gravur an der Vorderseite. Ich dreht kurz am Handrand, ganz weich und sanft bewegte sich die Nadel - sie funktioniert.

Nur mit einer Sackkarre schafften wir das schwere Teil, was sich leider nicht so leicht aus dem Schrank holen ließ, in den 5. Stock.

Dort angekommen, musste ich natürlich erstmal ausprobieren, wie das gute Stück funktioniert, die Spulen sind länglich und schmal. Die Spulenkapsel dementsprechend ungewöhnlich geformt. Ein bisschen rumprobiert. Während die Nadel auf und ab geht, bewegt sich die ganze Spulenkapsel vor und zurück - interessant, hatte ich nie zuvor gesehen.
Das Einfädeln benötigte auch einige Versuche, bis ich jetzt denke es ist korrekt, doch hatte ich da nicht ein Loch ausgelassen, aber so funktionierts.
Auch die Trettechnik will gelernt sein, bislang dachte ich, das geht auf die Waden, bei mir meldete sich schon bald der Oberschenkel, da das Pedal ganz nach vorne und nach hinten gedrückt werden will.
Spulenkapsel

Allerliebst ist die Lampe, diese kann nämlich durch das Loch oben an der Maschine gesteckt werden, und bietet so eine platzsparende Lichtquelle. Doch ob ich mich traue den Stecker in die Steckdose zu stecken?
Ganz besonders angetan hat es mir auch der "Rückwärts-Hebel" einmal nach oben gedrückt bleibt er dort genau einen Stich, eine schöne kurze Verriegelung, nach oben gehalten näht man ganz rückwärts.


Dinge die noch herausgefunden werden müssen:
Wie verändere ich die Stichlänge?
Und für was sind die ganzen Zahnräder unter dem Handrad?

Kommentare:

  1. Wow - die ist bestimmt einiges Wert. Mancher würde sich so ein Altertümchen ja nur zur Zierde irgendwo hinstellen. Und du willst tatsächlich darauf nähen?! Alle Achtung!!

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  2. mensch, das ding begeistert mich nicht-fachfrau total - da keimt der wunsch meine nähfertigkeiten zu vergrößern.....ich sollte mir das wirklich mal beibringen lassen. WOW!

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  3. Ich bin gerade durch das Natron und Soda Forum auf dieses Blog gestoßen und zu der Naumann kann ich sogar ein wenig sagen, wir haben nämlich auch so ein Schätzchen hier stehen.
    Diese Art der Unterspule nennt man Schwingschiffchen. Die Zahnräder rechts sind zum Aufspulen des Unterfadens gedacht.
    Beim Einfädeln solltest du beachten, dass der Faden von links nach rechts durch die Nadel gefädelt wird.
    Die Einstellung der Stichlänge befindet sich auf der rechten Seite der Maschine, oberhalb der Zahnräder und links neben dem Riemen. Dort ist eine Stellschraube, die man verstellen kann. Dadurch wird der Stofftransport geregelt und somit die Stichlänge bestimmt. Auf o wird der Stoff gar nicht transportiert. Stellt man die Schraube nach oben, werden die Stiche länger. Zum Rückwärtsnähen mit der gleichen Stichlänge wird die Schraube hineingeschraubt und ganz nach unten gestellt (auf R).
    Ich habe eine Anleitung zu dieser Maschine, die kann ich dir gern einscannen und per Mail zukommen lassen. Dazu kannst du gern über das Natron und Soda Forum per PN Kontakt zu mir aufnehmen. Du findest mich dort auch unter diesem Nick.
    Viele Grüße und viel Spaß mit der Maschine.

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