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Haute Couture



Als Haute Couture („gehobene Schneiderei“) werden die aus feinsten Materialien in Handarbeit geschneiderten Kreationen großer Modefirmen im obersten Preissegment bezeichnet.

Haute Couture ist ein in Frankreich geschützter Begriff. Die Chambre Syndicale de la Haute Couture erlaubt nach strengen Kriterien den Titel Haute Couture zu tragen. Fälschlicherweise nutzen viele Schneiderateliers in Deutschland für ihre Arbeit den Begriff Haute Couture, auch wenn es sich bei den Produkten oft um gehobene Schneiderei handelt, darf man den Begriff Haute Couture korrekter Weise nicht nutzen.
Das italienische Pendant zur französischen Haute Couture ist die in Rom beheimatete Alta Moda (dt. „hohe Mode“)
In den Videos seht ihr ein wenig wie Haute Couture Kleidung entsteht, besonders bemerkenswert finde ich beim ersten Video die Stickereien von Hand die nicht etwa in China sondern in Paris gefertigt wurden. Wie gerne würden wir dort auch einmal arbeiten...  

Geschichte und Bedeutung


Als Begründer der Haute Couture gilt der Engländer Charles Frederick Worth, der in Paris 1857/58 das erste große Modehaus gründete. Seine extrem teuren Modelle, die Worth erstmals von einem Mannequin vorstellen ließ, waren einer sehr begüterten Kundschaft vorbehalten.  Einen maßgeblichen Einfluss auf die Haute Couture des 20. Jahrhunderts hatten die französischen Modeschöpfer Coco Chanel, Yves Saint Laurent und Christian Dior. Sie machten Paris zum internationalen Zentrum der Haute Couture.


Die gesamte internationale Modebranche orientiert sich an den avantgardistischen Schöpfungen der Haute Couture, welche während der zweimal jährlich stattfindenden Haute Couture Modeschauen in Paris präsentiert werden und von höchster handwerklicher Schneiderkunst zeugen.

Die Zahl der Modefirmen, welche sich eine kostspielige Haute Couture Sparte leisten, ist in den letzten Jahren allerdings immer mehr zurückgegangen.



Kriterien:


- Aufnahme von Nicht-Mitgliedern nur auf Empfehlung von Mitgliedern
- Die jeweiligen Modefirmen müssen ein Maß-Atelier mit mindestens 15 (ehemals 25) Vollzeit-Angestellten betreiben, 
- den Hauptsitz des Unternehmens in Paris führen 
- mindestens 35 (ehemals 50) verschiedene, von Hand gearbeitete, von einem Modeschöpfer kreierte Modelle für Tages- und Abendmode, welche alle Unikate sind, während der saisonalen Haute Couture Modenschauen in Paris der Presse präsentieren. 
- Diese Voraussetzungen werden jede Saison neu überprüft.


- Seit 1997 werden neben den Voll-Mitgliedern jede Saison weitere Mitglieder von der Chambre als Gäste eingeladen (membres invités), welche ihre Mode zwar nicht mit dem Ausdruck 'Haute Couture', jedoch mit dem Begriff 'Couture' schmücken dürfen.

Einige aktuelle Haute Couture Häuser:
Chanel, Christian Dior, Givenchy, Jean-Paul Gaultier



Quellen:
Reclams Mode- und Kostümlexikon
Wikipedia

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