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Vergiss dich nicht

Als meine Mutter letztens mit einem Buch mit dem Titel: Vergiss ihn nicht ankam, dachte ich nur „oh Gott, bitte keine Liebesschnulze“. Als ich dann aber nichts mehr zu lesen hatte, blieb mir nichts anderes übrig als es doch aufzuschlagen…und zwei Tage später mit Tränen in den Augen die letzte Seite zu schließen. Die Geschichte ist schnell erzählt: die 39jährige Alice verliert bei einem Sturz ihr Gedächtnis und kann sich an die letzten 10 Jahre ihres Lebens nicht mehr erinnern. Mit ihrem neuen Leben kommt sie gar nicht mehr zurecht, sie versteht nicht wie sie sich so ändern konnte und wie Beziehungen zerbrachen und neue Menschen in ihr Leben traten. Abgesehen von der Geschichte, die wirklich sehr schön geschrieben ist, hat mich vor allem eine Frage gefesselt: Wenn ich meine 10 Jahre jüngere Ausgabe jetzt treffen würde, was würde sie wohl zu mir sagen? Hab ich die Ziele erreicht, die ich mir damals gesetzt habe? Würde ich mich selbst noch mögen? Von wem musste ich mich unerwartet verabschieden und wie haben mich neue Freunde beeinflusst? Ich habe mir wirklich Zeit gelassen diese Bilanz zu ziehen und kam zum Schluss, dass alles seinen Grund hatte und das Leben auch trotz vielen Tiefs immer wieder gut wurde. Aber ich habe mir auch Fehler eingestanden, und versuche nun so manche Freundschaft, die durch ein böses Wort zerbrochen ist wieder zu kitten oder alte Träume neu zu beleben. Ich finde jeder sollte sich ab und zu mal Zeit nehmen und zurückblicken. Damit meine ich nicht melancholisch zu werden und altem nach zu trauern, nein,  man sollte sich nur nie selbst aus dem Blick verlieren, bevor man zu einem Menschen wird, den man selbst nicht mag.

1 Kommentar:

  1. Als ob dir deine Mutter jemals eine Liebsschnulze mitbringen würde *empörtbin*.
    Ansonsten - ja, man sollte ab und zu mal Bilanz ziehen.

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