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Die richtige Nähmaschine

Die Wahl der ersten Nähmaschine fällt oft besonders schwer. Es gibt eine riesen Auswahl mit Preisen von 100€ bis ins schier Unendliche. Aber welche ist die Richtige für mich? Der erste Tipp (und günstigste): bei Mama, Oma, Tante oder Nachbarin nachfragen, ob nicht noch ein Schätzchen auf dem Dachboden verstaubt. Auch 40-50 Jahre alte Nähmaschinen sind, solange sie gut gepflegt sind und das entsprechende Zubehör noch vorhanden ist, super geeignet für Näheinsteiger. Überhaupt empfehlen wir jedem Nähanfänger sich eine gebrauchte Maschine zu zulegen, am besten eine richtig robuste aus Metall (dann sollte sie mind. 15 Jahre alt sein), da man mit solchen Maschinen viel festere Stoffe verarbeiten kann als mit modernen Computergesteuerten. Ein weiterer Vorteil gegenüber einer solchen ist, dass „nur“ die Mechanik defekt gehen kann. Wenn es bei einer modernen computergesteuerten Maschine Probleme mit der Software gibt, ist sie erst einmal nicht mehr nutzbar und muss meist eingeschickt werden, was lange dauert und sehr teuer werden kann.

moderne computergesteuerte Maschine
 (übrigens bedeutet computergesteuert nicht, dass man die Maschine an den PC anschließen kann [dass kann man nur mit teuren Stickmaschinen], sondern, dass die Mechanik in der Machine von einer internen Software gesteuert wird)
Natürlich haben moderne Maschinen viel mehr Nähprogramme, aber praktisch braucht man nur einen normalen Geradstich (Doppelsteppstich genannt), einen Zickzackstich, einen Knopflochstich und natürlich einen Rückstich zum Verriegeln. Außerdem sollte die Stichlänge veränderbar sein. An Zubehör benötigt man natürlich die Anleitung, passende Spulchen (können von Maschine zu Maschine variieren), verschiedene Nähfüßchen (normalerweise einen normalen, einen schmalen und einen für nahtverdeckte Reißverschlüsse, oft noch speziell einen für Knopflöcher), wenn diese nicht dabei sind, sollte man sich informieren, ob man sie bei alten Modellen nachbestellen kann. Wenn die Maschine von einer guten Firma ist (Pfaff, Singer), sollte das kein Problem sein, überhaupt empfehlen wir Markenmodelle zu kaufen. Viele Angebote, auch schon ab 25€ gibt’s z.B bei Kalaydo oder ebay, auch auf dem Flohmarkt hat man oft Glück. Plant aber bei gebrauchten Modellen immer noch 50€ für Säuberung, kleinere Reparaturen etc. ein.

Wenn man viel näht und Erfahrung hat, lohnt sich die Anschaffung einer Overlock-Maschine um die Nähte ordentlich zu versäubern. Auch hier findet man tolle gebrauchte Angebote, man muss aber selbst für gebrauchte mit mind. 150€ rechnen.

Für Vollprofis führt dann irgendwann kein Weg mehr an einem Industrieschnellnäher oder einer sehr guten (und leider auch sehr teuren) Profimaschine vorbei. Für beide muss man aber mind. 1000 bis 3000€ einplanen.
Industrieschnellnäher


Fragen zur Entscheidungshilfe:
- Was möchte ich nähen?
- Wie viel kann ich maximal ausgeben?
- Ist das Zubehör ausreichend?
- Bei Neugeräten: Habe ich ein Rückgaberecht/Garantie?

Was man noch braucht bevor es mit dem Maschinennähen losgeht:
- Bügelbrett und Dampfbügeleisen
- Passende Nähnadeln in den Stärken 70, 80, 90, evtl. Jerseynadeln (vor dem Kauf darauf achten ob man Nadeln mit rundem oder flachem Kolben braucht)
- Abstandsmagnet (kann man mit der passenden Nahtzugabe einstellen und erleichtert das Nähen ungemein)
- Falls die Maschine kein Nählicht hat: Schreibtischlampe die man so verstellen kann, dass sie auf die Nadel strahlt ohne störende Schatten zu werfen)

 Hier findet ihr die PDF-Datei zum Ausdrucken

1 Kommentar:

  1. Hey, da sehe ich meine! Die Pfaff 260...
    Die beste Allround- Maschine die es gibt. Hatte sie mir damals zur Meisterprüfung 1984(schon gebraucht) geschenkt und nähe heute noch damit und will auch keine andere. :)
    Kann also deine Empfehlung nur bestätigen!
    Überhaupt ein guter durchdachter Artikel.

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