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1 Neustart

Als Esther letztes Jahr den Blog verließ, war das für mich ein ziemlicher Schlag. "L'inutile" war immer unser "Baby", unser gemeinsames Hobby und unsere Leidenschaft. Dann bekamen wir beide richtige Babys und der Blog wandelte sich. Wir hatten weniger Zeit, die Themen änderten sich und irgendwie war er nicht mehr "L'inutile".
Als Esther dann ihren "Ausstieg" verkündete, wusste ich selbst nicht wie es weiter gehen sollte. Es fühlt sich bis heute nicht richtig an, plötzlich von "meinem Blog" zu sprechen, es war und ist unserer. Auch ein neues Layout und neue Ideen machten es für mich nicht besser.

Den Gedanken einen neuen Blog zu gründen hatte ich schon letztes Jahr, aber der ausschlaggebende Punkt waren dann einige anonyme Kommentare in letzter Zeit, die einfach garnicht gingen und damit verbunden mein Wunsch nach besseren Privatsphäre-Möglichkeiten.

Deshalb gehts jetzt an andere Stelle und unter neuem Namen hier weiter:

Ich hoffe, dass ich GFC so umstellen kann, dass alle die mir jetzt schon folgen, automatisch die Feeds vom neuen Blog bekommen. Über Bloglovin sollte auch alles beim Alten bleiben, ebenso bei pinterest und instagram, nur leider ist es nicht möglich den Facebooknamen zu ändern, deshalb gibt es hier eine neue Seite:

Ich hoffe natürlich das mir ganz viele Leser weiterhin treu bleiben und mit mir "umziehen". 

Vielen Dank an euch alle für 3 wundervolle Jahre, tausende Kommentare, Mails und persönliche Kontakte.

Danke Esther für die schöne Zeit mit dir! Ich vermisse es immer noch mit dir zusammen zu bloggen!

P.S. "L'inutile" bleibt natürlich bis auf weiteres noch online.

12 Warum ich Spielplätze hasse

Als ich noch schwanger war, stellte ich es mir so schön vor: Mit Martha auf den Spielplatz gehen, sie spielen und toben lassen, dabei selbst auf einer Bank sitzen, stricken und mit anderen Müttern plaudern. Die Kinder haben stundenlang Spaß zusammen und fallen Abends hundemüde ins Bett.

Ähnliche Tage hatten wir letztes Jahr im Sommer, aber da machte Martha noch ihre ersten Krabbelversuche auf der Picknickdecke und war an dem Trubel um sie herum nicht interessiert.

Dieses Jahr sieht das schon ganz anders aus:
Wir kommen auf dem Spielplatz an und Martha stürmt direkt los, zuerst mal alles genau begutachten. Ich setze mich auf eine Bank und schaue zu. Da sieht sie auf einer etwas entfernten Wiese Kinder mit einem Ball spielen und muss natürlich hin...sie läuft und läuft und langsam werde ich nervös, immer weiter entfernt sie sich und ich schätze schon mal ab wann ich los laufen muss um sie zu erwischen bevor sie die nächste Straße erreicht. Ok, die ersten Mütter schauen sich schon um zu wem das Kind gehört, also sprinte ich los. "Martha, komm wir gehen wieder zurück"-Keine Reaktion-"Martha wir haben auch einen Ball dabei"-Keine Reaktion- Die Ball spielenden Kinder haben sich mittlerweile verzogen und Martha rennt begeistert weiter in Richtung Straße, also schnappe ich mir das Kind, das sich wütend auf meinem Arm windet-"neineinein"- und  trage das motzende Kind im Fliegergriff (Der einzige Griff aus dem sie sich nicht rausgewunden bekommt) unter den irritiert/mitleidigen/abschätzigen Blicken der anderen Mütter zurück in den Sandkasten.
Ich bin schon halb nass geschwitzt und setze mich wieder auf eine Bank. Dann sieht Martha ein anderes Kleinkind mit seiner Mama im Sand sitzen, umgeben vom tollsten Spielzeug. Kurzerhand setzt sich Martha mitten hinein und spielt mit allem. Die andere Mutter schaut etwas verkniffen, ich weiß mal wieder nicht was ich tun soll. Dann fängt Martha an Essen aus der Tasche der fremden Mutter zu fischen, ich sehe wie unangenehm es ihr ist und fühle mich genötigt einzugreifen. Also wieder aufstehen. "Hey Martha, lass das bitte, die Tasche gehört uns nicht" -Keine Reaktion vom inzwischen Hirsekringel-mampfenden Kind- "Wir haben auch was zu essen dabei" -keine Reaktion- Die andere Mutter schaut mich nur verlegen an, mit diesem Mütterblick, der alles bedeuten kann von "die Arme" bis hin zu "Das Kind ist ja gar nicht erzogen". Dann schnappt sich Martha auch noch die Trinkflasche des anderen Kindes, da hört dann auch bei der Mutter der Spaß auf und wieder schnappe ich mir mein wütendes Kind und trage es außer Sichtweite. Jetzt rennt sie entweder schnurrstraks zurück und das Spiel wiederholt sich noch ein paar mal oder sie fängt an im Sand zu buddeln. Ihre Lieblingsplätze : direkt vor der Rutsche - O-Ton größeres Kind: "Das blöde Baby soll die Rutsche frei machen"- oder unter der Schaukel -wo noch geschaukelt wird- Ich renne und flitze, erkläre und entschuldige mich, bis ich irgendwann nass geschwitzt bin und Martha total wütend.

Ja, mit Entspannung hat das rein gar nichts mehr zu tun.

Manch einer würde jetzt sagen mein Kind sei nicht gut erzogen, ich sage sie ist einfach so wie jedes andere 1 1/2-jährige Kind, nur das sie vielleicht etwas weniger Berührungsängste mit anderen Kindern hat als andere in ihrem Alter. Mir macht es nichts aus wenn sie mit dem Spielzeug anderer Kinder spielt, ebenso wie jedes Kind mit unserem spielen darf. Sie teilt gerne ihr Essen und darf auch das von anderen probieren, aber ich greife dennoch ein, weil ich mich irgendwie genötigt sehe, weil andere Mütter das ganz anders sehen könnten.
Ich würde Martha auf dem Spielplatz gerne soziale Kontakte zu anderen Kindern ermöglichen. Das die Kinder lernen Konflikte untereinander zu lösen, stattdessen springen wir Mütter immer sofort rein: "schau mal, jetzt ist sie ganz traurig weil du ihre Schaufel genommen hast" -"Du musst auch lernen zu teilen".
Warum übernehmen wir immer das Wort für unsere Kleinkinder und lassen sie das nicht mehr selbst regeln?
Ich denke die meisten Mütter wünschen sich das, aber jeder sieht sich dazu genötigt so zu handeln, man will ja nicht desinteressiert wirken, es soll ja niemand denken das man sein Kind nicht richtig erzieht.
Ich glaube die schlimmste Spielplatz-Zeit ist wirklich zwischen dem 1. und 2. Geburtstag (zumindest lassen meine Beobachtungen erahnen das es danach besser wird), die Kinder sind mobil und haben einen riesigen Entdeckungsdrang, sie verstehen zwar schon vieles, aber können Gefahren noch nicht einschätzen. Sie denken weiter als sie in der Lage sind sich verbal auszudrücken. Und mal ganz ehrlich: kaum ein Spielplatz ist wirklich Kleinkind-tauglich.

Warum trotzdem jeden Morgen wieder die Mütter mit ihren Kleinkindern losziehen? Weil sie vermutlich in der Schwangerschaft den gleichen Traum hatten wie ich ;)

3 {Mittwochsgast}...Babypost


Hallo ihr Lieben,
Ich wollte heute ein paar Gedanken rund um das Thema Kinder kriegen / haben mit Euch teilen. Wir waren irgendwie die ersten im Freundeskreis die sich an dieses Abenteuer rangewagt haben. Es ist ja schon so, ob man es sich eingestehen möchte oder nicht, dass es einen verändert und zwar völlig. Du wirst mit so einer Wucht in den Babykosmos geschossen, dass man einfach nicht mehr die Alte ist. Zumindest nicht mehr nur „die Alte“ und meist auch ein erhebliches Stückchen weniger „die Alte“. So waren wir ca. 1,5 Jahre alleine mit unserem Babykram und nun werden wir bald mit mehr Baby´s im Freundeskreis „belohnt“. Seit der Geburt reagieren wir überproportional emotional, bei allem was nur im entferntesten Sinne mit Baby´s zu tun hat. Ich freue mich so, weil man dann noch ein großes Interessengebiet mehr teilt. Ich träume von einem Garten voller Kinder, die so wild sind und so viel Blödsinn machen wie es schöner nicht sein kann.
Ich zeige Euch heute das letzte Mal angekündigte Mami-Paket. (Entschuldigt die nicht gerade preisverdächtigen Bilder- Himmel war ich aufgeregt!)
Die Kleinigkeiten finde ich alle selber sehr niedlich, aber ich glaube das wichtigste Geschenk an junge Eltern ist Zeit und Fürsorge. In dem Paket habe ich eine Sanduhr eingepackt, die sagen möchte: wir sind da. ...falls ihr jemanden zum Reden braucht, …falls ihr 5 Minuten in Ruhe duschen wollt, …falls wir Euch irgendwas Gutes tun können, bitte lasst es uns wissen! Ich selbst war irgendwie im Frühwochenbett nicht so gut drauf und möchte es allen Mamis um mich herum so schön und angenehm wie möglich machen. Heute haben der Herr des Hauses und ich z.B einen Auflauf vorbei gebracht, halt solche Streicheleinheiten fürs Herz.
Und weil das oben erwähnte Abenteuer das allerbeste Abenteuer unseres Lebens ist , machen wir gleich auch nochmal mit - das Herzkind wird große Schwester. Weil wir schon ein wahnsinnig tolles Superhelden-Kind haben, nehmen wir sehr gerne noch mehr davon- die Freude ist riesig.
Als ich mit unserer Großen schwanger war, fand ich schwanger sein ist wie der Wolf im Schafspelz. Es sieht so schön und niedlich aus und war fürchterlich gruselig. Entweder es ziept zu viel und man macht sich Sorgen oder es ziept zu wenig und man macht sich noch mehr Sorgen. Ich hatte vor meinem geistigen Auge immer eine blinkende Werbetafel auf der in neonfarbenen Großbuchstaben „SCHWANGER“ geleuchtet hat. Von dem Zeitpunkt des positiven Testes konnte ich gefühlt keinen anderen klaren Gedanken fassen, war ständig damit beschäftigt in mich rein zu fühlen.
Jetzt ist es komplett anders. Ich genieße es, wenn ich abends zur Ruhe komme und jemand klopft. Oder wenn ich an einem Spiegel vorbei gehe und staune, wo auf einmal der Bauch herkommt, die Zeit rennt- alles nimmt irgendwie selbstverständlich seinen Lauf.
Bis Bald,
Jamie

2 Rückblickend 2814 und 2914

Erlebnis
Die letzten beiden Wochen bedeuteten für mich eine riesen Entlastung, zuerst die letzte Klausur meines Studiums, die ich auch super bestanden habe, und dann das Ende des Praxissemesters letzte Woche. Ich habe es endlich geschafft! Endlich scheinfrei. Ein wunderbares Gefühl!
Als ich dann endlich frei hatte, mussten wir aber noch ganz viel erledigen, Reste für den Urlaub einkaufen, Packprobe machen und uns wie gewöhnlich beim "Koffer packen" streiten. Übers Wochenende sind wir aber erst mal zum Schwiegermutter gefahren, da war die Hitze vermutlich etwas erträglicher als in der Stadt, aber trotzdem war es viel zu heiß. Martha hat stundenlang im Planschbecken gesessen und ich hab mir trotz Schatten natürlich schon nen fetten Sonnenbrand eingefangen.
Lieblingsbeschäftigung Hände waschen

Da war es noch kälter...Spielplatz mit Esther, Alva und Bauchbaby. Der beste Spruch des Tages: Alva klettert an einer Rutsche die Leiter hinauf und Martha will auch, ist aber noch zu klein um die Leiter hoch zu kommen, da ruft Alva von oben im Befehlston zu Martha runter: "Alva rutschen! Martha wachsen!"
Mamas Keksvorrat entdeckt...die Bilder wie Martha danach aussah erspare ich ihr lieber ;)

Bei Dauerregen zur letzten Klausur


Und in der Hitze im "Pool"

Abschied
Ein letzter Blick auf meinen alten Arbeitsplatz....
...und ein blumiger Abschiedsgruß


Leseliste
Nach der Klausur habe ich uns allen Lesestoff aus dem Kiosk mitgebracht: Die neue "Warum" für Nils, das "flow ferienbuch" für mich und ein "Das tapfere Schneiderlein"-Pixi für Martha.


Taschengeld

Ein Eis im Urlaub ist drin :)

Zirkuskind

13 {Working mum}...Es ist geschafft!

Letzte Woche war es soweit, der Moment auf den ich 5 Monate hin gearbeitet habe. Die große eiserne Tür schließt sich laut hinter mir und kurz fühlt es sich so an als bliebe die Zeit stehen. Der letzte Tag des Praxissemesters ist geschafft, ich habe es endlich hinter mir.
Auf dem nach Hause Weg fällt Stück für Stück der Ballast von mir ab und zuhause angekommen kullern erst mal die Tränen. Vor Freude, vor Erschöpfung.
Die letzten zwei Monate gehörten zu den härtesten die ich bisher hatte. Jeden Tag Überstunden, ein enormer Zeitdruck auf der Arbeit, dazu noch 3 Klausuren für die ich lernen musste, die Sache mit den Zähnen und private Sorgen.
Wenn ich zurück schaue, frage ich mich, wie ich das alles geschafft habe ohne durchzudrehen. Vielleicht bin ich auch durchgedreht, ich weiß es nicht. Ich weiß nur, ich hätte keine weitere Woche ausgehalten.
Wochenlang lief ich nur auf Autopilot, musste funktionieren. Habe alles gegeben was ich hatte, bis zur Erschöpfung.
Erst jetzt wo es vorbei ist, merke ich wie sehr mich die ganze Situation belastet hat.Zum ersten mal in meinem Leben, habe ich das Gefühl, das mein Körper mich bremst, mich warnt.
Jetzt erst mal runterkommen, abschalten, und ganze viel Zeit mit meinen Liebsten verbringen. Einfach mal wieder genießen, nichts tun, träumen und in den Tag hinein leben. Einen ganzen Tag im Bett liegen bleiben oder neue Welten erkunden. Einfach nur ich sein, einfach nur Mama sein.
Noch nie habe ich mich so auf Ferien gefreut wie jetzt, und noch nie habe ich sie so dringend gebraucht!